Freitag, 10. Februar 2012

Schweiz

Bilanz nach fünf Jahren: 0,5-Promille-Grenze allein reicht einfach nicht

Am 1. Januar 2005 wurde in der Schweiz unter großem Widerstand die 0,5-Promille-Grenze im Straßenverkehr festgeschrieben. Die "Basler Zeitung" zieht nach fünf Jahren Bilanz.

Die gute Nachricht zuerst: Die Unfälle unter Alkoholeinfluss haben deutlich abgenommen. Laut bfu-Sprecher Daniel Menna starben bereits zwei Jahre nach der Einführung 30 Prozent weniger Menschen bei alkoholbedingten Unfällen. Auch Thomas Rohrbach, Sprecher des Bundesamts für Strassen (Astra) spricht von einem "beachtlichen Erfolg", zumindest für die ersten beiden Jahre, schreibt die "Basler Zeitung".

Und hier sind wir schon bei der schlechten Nachricht: Die Maßnahme hätte mittlerweilen ihre Grenzen erreicht, darin sind sich beide Experten einig. Es gehe nun dariúm, mit neuen Regeln die Sicherheit auf den Strassen weiter zu erhöhen. Eine weitere Absenkung der allgemeinen Promille-Grenze (wie etwa in Schweden mit 0,2-Promille oder in vielen osteuropäschen Staaten mit 0-Promille) komme dabei aber nicht in Frage.

Bfu-Sprecher Menna hält verstärkte Polizeikontrollen nötig, um den  den Vollzug des Straßenverkehrsgesetzes zu gewährleisteten. Im Zuge des Sichheitspakets "Via Sicura" soll unter anderem  für Führerschein-Neulinge und sämtliche Lastwagenfahrer die Null-Promille-Grenze eingeführt werden. 

Im neuen Jahr wird vom Bundesrat eine Botschaft an das Parlament in diese Richtung erwartet, zitiert die "Basler Zeitung" den Astra-Sprecher Rohrbach.
(Quelle: Basler Zeitung)

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