Freitag, 10. Februar 2012

Schockierende Zahlen

75.500 Krankenhausbehandlungen in NRW als Folge von Alkoholkonsum

Düsseldorf (IT.NRW). In den Krankenhäusern Nordrhein-Westfalens wurden im Jahr 2008 mit knapp 4,1 Millionen etwa so viele Patienten (Mehrfachbehandlungen eingeschlossen) stationär behandelt wie im Jahr zuvor. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, zählten im Jahr 2008 die Herzinsuffizienz mit 75 900 sowie Behandlungen als Folge von Alkoholkonsum mit 75.500 Fällen zu den am häufigsten gestellten Diagnosen

Es folgten die Herzerkrankungen Angina pectoris (70 300), chronische ischämische (durch anhaltende Durchblutungsstörungen hervorgerufene) Herzkrankheit (54 700) sowie Vorhofflattern oder -flimmern (53 000).

Die Häufigkeit bestimmter Krankheiten hängt einerseits vom Alter, andererseits aber auch vom Geschlecht der Patienten ab. In jüngeren Jahren (unter 20) dominierten im Jahr 2008 bei weiblichen und männlichen Personen die Behandlungen wegen chronischer Erkrankungen der Gaumen- und Rachenmandeln (19 700 Fälle) sowie wegen innerer Kopfverletzungen, z. B. durch Unfälle oder Geburtsverletzungen (18 500 Fälle).

Im mittleren Alter (20 bis 59 Jahre) standen bei den Frauen Gebärmuttermyome (17 900 Fälle), Gallensteine (15 800), alkoholbedingte Erkrankungen (15 500) sowie bösartige Neubildungen der Brustdrüse (15 300) – bei Männern alkoholbedingte Erkrankungen (45 200), Schlafstörungen (16 300) und Leistenbrüche (15 000) im Vordergrund der Behandlungen.

Ab einem Alter von 60 Jahren spielte bei den Männern die Behandlung der Herzerkrankungen Herzinsuffizienz, Angina pectoris und chronische ischämische Herzkrankheiten mit 91 700 Fällen die größte Rolle. Frauen dieser Altersgruppe wurden 2008 besonders häufig wegen Herzinsuffizienz (38 600), Bluthochdruck (25 200) und Arthrosen des Kniegelenks (23 500) behandelt.
(Quelle: Pressemitteilung IT.NRW
)

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