Donnerstag, 09. September 2010

Die Versuchung ist groß

Abschlussfeier ohne Reue

Der Lernstress ist vorbei und das soll auch ordentlich gefeiert werden. Auch Jugendliche, die bisher nichts mit Alkohol am Hut hatten, sind jetzt besonderen Versuchungen ausgesetzt. Neben den offiziellen Feiern gibt es viele Privatpartys auf denen reichlich Alkohol fließt.

Die Abschlussfeierlichkeiten sind wirklich herausragende Ereignisse im Leben, an die man sich gerne zurückerinnern sollte. Wenn man denn überhaupt kann!

Die AAAS, die weltweit größte wissenschaftliche Gesellschaft und Herausgeber der Zeitschrift Science, empfiehlt Eltern, ihre Kinder über den Schaden aufzuklären, den der Alkohol anrichten kann. Die einfache Ermahnung, die Finger davon zu lassen, sei einfach nicht genug.

Sie sollten sie besser mit wissenschaftlich untermauerten Argumenten überzeugen.
Fünf davon geben sie den Eltern zur Hand:

  1. Sie könnten sich nicht mehr richtig an die Feier erinnern
    Oft bereiten sich die Teenager monatelang vor, und wollen die Feier auch in angenehmer Erinnerung behalten. Wenn sie trinken, erinnern sie sich vielleicht gar nicht mehr daran. Der Hippocampus und andere Bereiche des Gehirns, die für die Erinnerung verantwortlich sind, befinden sich bei ihnen noch in Entwicklung. Selbst kleinere Mengen Alkohols trüben das Gedächtnis, größere Mengen können zu einem Filmriss führen.
     
  2. Sie machen Sachen, die sie gar nicht wollen
    Alkohol beseitigt Hemmungen und betrunkene Teenager können sich auf sehr riskante Handlungen einlassen, wie zum Beispiel ungeschützen Geschlechtsverkehr oder eine Trunkenheitsfahrt. Der Vorderlappen des Gehirns der für Planungen und Entscheidungen mitverantwortlich ist,  entwickelt sich noch bis Ende Zwanzig. Alkoholisierte Teenager können nicht mehr abwägen, was gut oder schlecht für sie ist, und geben sich der spontanen Laune hin.
     
  3. Sie könnten in Schlägereien verwickelt werden
    Mehrere Untersuchungen zeigen, dass Jugendliche, die Alkohol konsumieren gewalttätiger sind.  Siebtklässler,  zum Beispiel, die Alkohol konsumieren, fielen doppelt so oft mit aggressiven Verhalten auf. Einer englische Studie zufolge, berichteten ein Füntel der 12-13jährigen Schüler und über ein Viertel der 14-15jährigen, dass sie im Rausch zu Vandalen wurden.
     
  4. Es könnte ihnen richtig übel werden
    Wer will schon seinen Abschlussball so verbringen, dass es ihm so schlecht und schwindlich ist, dass er nicht mal tanzen kann. Alkohol reizt den Magen und verursacht Dehydration. Das führt meist zu Übelkeit und Erbrechen. Schwindel kann auch ein Anzeichen für eine Alkoholvergiftung sein. Dann ist der Abend auf alle Fälle zu Ende, denn dann ist eine sofortige medizinische Versorgung angebracht.
     
  5. Sie könnten sich auch die nächsten Tag noch schrecklich fühlen
    Auch kleinere Alkoholmengen können einen Kater verursachen, der zu Durst, Schwindel und Benommenheit führt. Kopfschmerzen, verursacht durch die Erweiterung der Blutgefäße, und Müdigkeit, von der narkotisierenden Wirkung des Alkohols, gehören zu den weiteren Folgen eines Katers.  Der Teenager muss dann leider auf einiges verzichten, was er sich die nächsten Tage vorgenommen hat und warten bis es ihm wieder besser geht.

(Quelle: Medical News Today)