Freitag, 10. Februar 2012

Oberösterreich

Ärztekammer-Präsident Niedermoser fordert: Kein Alkohol auf der Schipiste!

Schon geringe Mengen Alkohol beeinträchtigen die Reaktions- und Koordinationsfähigkeit. Gleichzeitig steigen Risikobereitschaft, Selbstüberschätzung und die Gefährdung anderer Schifahrer. Alkoholkontrollen auf der Piste könnten dazu beitragen, mehr Bewusstsein für das Problem zu schaffen, so Präsident Niedermoser.

Für viele gehören Glühwein, Jagatee oder ein Bier auf der Schihütte einfach dazu. Mit verantwortungsbewusstem Sport sei das nicht vereinbar, so Ärztekammer-Präsident Dr. Peter Niedermoser: „Schon geringe Mengen Alkohol vermindern die Reaktions- und Koordinationsfähigkeit, auch bei weniger als 0,5 Promille.

Das Problem ist, dass sich die Betroffenen subjektiv nicht beeinträchtigt fühlen und trotzdem die Schier anschnallen. Kommt es dann zu einem Sturz, bringen sie diesen nur selten mit dem Alkoholkonsum in Zusammenhang.“ Genau aus diesem Grund dürfte es eine hohe Dunkelziffer geben, denn bei Eigenverletzungen werden keine routinemäßigen Alkoholkontrollen durchgeführt. Bei gestörter Koordination durch Alkohol treten meist Verletzungen der Knie bzw. der Unterschenkel auf. Weiters steigt das Risiko von Zusammenstößen mit anderen Fahrern.

Mit dem Alkoholkonsum steigen auch Risikobereitschaft und Selbstüberschätzung, dieser Effekt tritt bereits ab etwa 0,2 Promille ein. Dr. Niedermoser appelliert an die Eigenverantwortung der Schifahrer/innen: „Wer leichtsinnig ist und zu schnell fährt, gefährdet nicht nur sich selbst, sondern auch andere. Das erste Glas soll daher erst nach der letzten Abfahrt getrunken werden – und auch nur dann, wenn man nicht mehr Auto fahren muss“, sagt Dr. Niedermoser und ergänzt: „Alkoholkontrollen auf der Piste können dazu beitragen, mehr Bewusstsein für das Problem zu schaffen.“
(Quelle: Pressemitteilung der Ärztekammer für Oberösterreich)

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