Studie bei "The Lancet" veröffentlicht

Alkohol gefährlicher für das Umfeld der Konsumenten als chemische Drogen

Eine Studie, die dem britischen Drogenbeauftragten David Nutt im letzten Jahr das Amt gekostet hat (wir berichteten), ist jetzt in der traditionsreichen medizinischen Fachzeitschrift "The Lancet" veröffentlicht worden, berichtet die Nachrichtenagentur dts.

Die Untersuchung basiert auf einer Schadens-Klassifizierung in der neben der Abhängigkeit des Einzelnen auch die gesellschaftlichen Folgen, wie Kriminalität, Gesundheitskosten und Sozialleistungen, miteinbezogen wurden.

Nach der Studie  seien die chemischen Drogen Heroin, Crack und Methylamphetamin für den Einzelnen am gefährlichsten. Alkohol für das gesamte Umfeld des Konsumenten jedoch fünfmal gefährlicher.

Nutt war aus dem Amt geflogen nachdem er im Oktober 2009  die Hochstufung von Cannabis zur weichen Droge der Kategorie B, deren Besitz dann mit bis zu fünf Jahren Gefängnis bestraft werden könnte kritisierte. Alkohol sei gefährlicher als Cannabis, LSD und Ecstasy. Die Regierung würde mit der neuen Einstufung wissenschaftliche Befunde einfach ignorieren.
(Quelle: Pressemitteilung dts; dernewsticker.de)

siehe auch:
sueddeutsche.de
Drogen-Studie: Alkohol gefährlicher als Heroin und Crack
Spiegel Online
Alkohol gefährdet Gesellschaft mehr als Heroin
Telepolis
Alkohol ist gefährlicher als Kokain und Crack