EU-Studie
Alkohol-Gewohnheiten: Deutschland schneidet miserabel ab
Das Europäische Statistikamt Eurostat hat heute eine Untersuchung zu den Alkohol-Gewohnheiten der EU-Bürger veröffentlicht. Deutschland schneidet dabei miserabel ab: 36 Prozent der Alkohol trinkenden Bundesbürger gaben an, mindestens einmal pro Woche fünf Gläser alkoholischer Getränke oder mehr zu sich zu nehmen - also Binge-Drinking zu praktizieren. Nur die Iren (44 Prozent) und Rumänen (39 Prozent) trinken nach eigenen Angaben mehr. Der EU-Schnitt liegt bei 29 Prozent.
Deutschland liegt somit, gemeinsam mit Österreich, auf Platz 3 dieser unrühmlichen Statistik. Befragt wurden bei der Studie 27 000 Menschen in der gesamten Europäischen Union - jeweils rund tausend repräsentativ ausgewählte Bürger in den 27 EU-Staaten.
63 Prozent der Bundesbürger sprach sich dafür aus, Warnhinweise auf den Alkoholflaschen anzubringen. Obwohl das weit mehr als die Hälfte ist, rangiert Deutschland damit weit hinten: So befürworten über 90 Prozent der Polen eine solche Regelung - im EU-Schnitt sind es immerhin 77 Prozent.
Erfreulich ist, dass 90 Prozent der befragten Deutschen wünschen, dass EU weit die Alkoholabgabe an Jugendliche unter 18 Jahren verboten wird. Außerdem besteht, mit 80 Prozent Mehrheit, Konsens darüber, dass Alkoholwerbung, die sich an jüngere Konsumenten richtet, untersagt werden sollte.
Erschreckend ist die mangelnde Aufklärung darüber, dass Alkohol ein Risikofaktor für Krebs ist. Nur gut die Hälfte der deutschen Probanden kannten den Zusammenhang. In Frankreich und Rumänien wissen über 80 Prozent bescheid.
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