Neue Präventionskampagne in St. Gallen
"Alkohol kann töten – Vor der Hinfahrt an die Rückreise denken"
Lenker, die in fahrunfähigem Zustand ein Fahrzeug lenken, gefährden nicht nur sich selbst, sondern auch andere. Die neue Plakatkampagne "Alkohol kann töten – Vor der Hinfahrt an die Rückreise denken" der Arbeitsgruppe für Verkehrs-sicherheit soll helfen, die Zahl der alkoholbedingten Verkehrsunfälle weiter zu senken. Am Mittwoch stellten Regierungsrätin Karin Keller-Sutter und Sepp Hutter, Chef der Verkehrspolizei der Kantonspolizei St.Gallen, die Kampagne vor.
Je mehr Fahrzeuge mit fahrunfähigen Lenkern unterwegs sind, desto grösser wird die Gefahr, dass es zu Unfällen mit Personen- und Sachschaden kommt. Alleine im Kanton St.Gallen werden jährlich rund 1000 Führerausweise wegen Alkohols am Steuer entzogen. Für Fahren in alkoholisiertem Zustand zahlt man mit Toten, Verletzten oder Invaliden einen zu hohen Preis.
Regierungsrätin Karin Keller-Sutter, Vorsteherin des Justiz- und Sicherheitsdepartementes, appellierte an die Eigenverantwortung jedes Verkehrsteilnehmers. "Nach unvernünftigem Alkoholkonsum muss konsequent auf das Fahren verzichtet werden", sagte sie. Wer eigen-verantwortlich handle, überlege sich im Voraus mögliche Situationen und kalkuliere diese ein. Dies bedeutet: "Vor der Hinfahrt an die Rückreise zu denken." Die Regierungsrätin machte an der Präsentation der neuen Präventionskampagne deutlich, dass mit allen Mitteln gegen die Quote der alkoholisierten Lenker vorgegangen werden müsse.
Vermehrte Polizeikontrollen
Laut Sepp Hutter, Chef der Verkehrspolizei der Kantonspolizei St.Gallen, ist gemäss Umfragen jeder vierte Motorfahrzeuglenker mindestens ein Mal pro Jahr mit einer Blutalkohol-konzentration von mehr als 0.5 Promille unterwegs. Von Unfällen unter Alkoholeinfluss sind besonders 18- bis 24-jährige Männer betroffen. "Gerade im Sommer und Herbst bieten gemütliche Abende, Grillfeste oder andere gesellschaftliche Anlässe Gelegenheiten zu geselligen Zusammenkünften. Oft wird dabei zu viel Alkohol getrunken. Dann sollte man auf das Lenken eines Fahrzeuges unbedingt verzichten", betonte Sepp Hutter. Wichtig ist nach Hutter, Polizeikontrollen auf den Strassen weiter zu intensivieren: "Die präventive Wirkung ist dann am grössten, wenn der Fahrzeuglenker die Möglichkeit, in eine Polizeikontrolle zu geraten, als hoch einschätzt."
Plakat soll aufklären und überzeugen
Die Information und Sensibilisierung der Bevölkerung erfolgt durch Plakatierung auf dem gesamten Kantonsgebiet und durch Inserate in verschiedenen Zeitungen. Das Plakat mit dem Glas und dem Fahrzeug möchten aufklären, überzeugen und öffentlich wirksam der Alkoholprävention im Strassenverkehr dienen. Es soll frühzeitig das eigene Trinkverhalten hinterfragen, indem der Lenker bereits vor der Wegfahrt überlegt, wie er allenfalls wieder nach Hause kommt. Mit der Kombination der Kampagne als Sensibilisierungsmassnahme und Intensivierung der Polizeikontrollen soll die Zahl der Alkoholfahrten und Alkoholunfälle spürbar reduziert werden.
Prävention steht im Vordergrund
Die Arbeitsgruppe Verkehrssicherheit wurde 1972 gegründet und setzt sich interdisziplinär zusammen. Unter dem Vorsitz von Regierungsrätin Karin Keller-Sutter diskutieren Fachleute der Polizei aus Kanton und Stadt St.Gallen, Vertreter von Verkehrsverbänden, Ärzte, Verkehrspsychologen und Strassenbauexperten über die Verbesserung der Verkehrs-sicherheit. Die Arbeitsgruppe Verkehrssicherheit setzt mit ihren Kampagnen regelmässig besonders im präventiven Bereich wichtige Akzente.
(Quelle: Pressemitteilung Kanton St. Gallen)
siehe auch:
Heute beliebt:
-
Suchtmittelkonsum bei Jugendlichen leicht rückläufigNeue Studienergebnisse der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zum Alkohol-, Tabak- und Cannabiskonsum Jugendlicher und junger Erwachsener10.02.12
-
Neues Design für den großen LaunchAdelholzener Mineralwasser jetzt bundesweit erhältlich10.02.12
-
Webtipp sueddeutsche.deKomasaufen verhindern: Kinder vor Pubertät aufklären10.02.12
-
Gesetzentwurf zur Änderung des LadenöffnungsgesetzesHessische SPD-Fraktion fordert: "Kein Alkoholverkauf zwischen 22 und 5 Uhr"09.02.12
-
Stadt Magdeburg"Pro Party - contra Flatrate" - Eine gemeinsame Initiative gegen das Komasaufen08.11.10
-
PressespiegelReaktionen zur Veröffentlichung des Jahrbuchs Sucht 2010 (Update)08.04.10
-
SchweizEingeschränkter Alkoholverkauf in Illnau-Effretikon24.03.11
