Aus dem Polizeibericht
Alkoholisierter Mann aus Weser geborgen
Am Dienstagmittag, gegen 13:20 Uhr, meldeten Anrufer einen reglosen, menschlichen Körper in der Weser treibend. Er hatte mit einigen anderen Zechkumpanen an der Weserpromenade gesessen und nach deren Aussage reichlich Alkohol konsumiert, bevor er ans Ufer trat um "ein paar Runden in der Weser zu schwimmen".
Dann versagte offensichtlich der Kreislauf und der Mann trieb augenscheinlich bewusstlos weserabärts. Sofort erfolgte der Notruf über die Polizeileitstelle. Mittlerweile hatte der Mann die Weserbrücke passiert und den festgemachten Raddampfer erreicht. Sofort fuhren mehrere Streifenwagen und ein Schiff der Wasserschutzpolizei zum Einsatzort. Ein 30-jähriger angehender Polizeikommissar, der seine Ausbildung bei der Polizeiwache in Minden absolviert, entledigte sich seiner Oberbekleidung und schwamm in Richtung des leblos Treibenden. Er zog ihn ca. 50 Meter unterhalb des Raddampfers an Land, wo sich die Besatzung eines Rettungswagens um ihn und seinen Retter kümmerte. Reanimationsversuche verliefen erfolgreich, beim 47-jährigen Mindener setzte der Pulsschlag wieder ein. Ein Rettungswagen brachte den Mann ins Mindener Klinikum, es besteht Lebensgefahr.
Die Polizei geht, da es keinerlei Anzeichen für die Beteiligung Dritter gibt, von einem Unglücksfall aus. Allerdings zeigt er deutlich, dass Badeversuche unter dem Einfluss von Alkohol nicht nur leichtsinnig, sondern lebensgefährlich sind. Der Körper kühlt zu schnell ab und es besteht die Gefahr des Ertrinkens bzw. eines Kollapses.
Auch der angehende Polizist wurde vorsorglich mit Verdacht auf Unterkühlung ins JWK gebracht. Kollegen brachten ihm trockene Kleidung, er wurde zwischenzeitlich schon wieder entlassen.
Das DLRG-Leistungsabzeichen gehört übrigens zu den Einstellungsvoraussetzungen bei der Polizei in NRW.
(Quelle: Pressemitteilung der Kreispolizeibehörde Minden-Lübbecke)


