Studie der Universität Hamburg
"Alkoholkurzsichtigkeit" experimentell untersucht
Psychologen der Universität Hamburg haben bei einem Experiment herausgefunden, dass im betrunkenen Zustand getroffene Entschlüsse von Menschen selten umgesetzt werden, berichtet sueddeutsche.de.
Die Forscher gaben 30 Studenten Wodka Tonic, bis diese betrunken waren, während eine Vergleichsgruppe Tonic Water angeboten wurde.
Die Betrunkenen waren sehr motiviert, etwa alte Freundschaften wieder aufleben zu lassen oder in fernen Ländern lebende Verwandte zu besuchen. Ihre Entschlossenheit bei unrealistischen Zielen war deutlich enthusiastischer als bei den nicht betrunkenen Probanden.
Die Wissenschaftler untersuchten drei Wochen nach dem Versuch ob die Studenten ihre Vorhaben in die Tat umgesetzt hatten. Nur die wenigsten Personen waren tatsächlich aktiv geworden.
Fazit der Studie: Im Rausch gefasste Entschlüsse werden im nüchternen Zustand nicht mehr ernst genommen. In der Psychologie wird dieses Verhalten als "Alkoholkurzsichtigkeit" bezeichnet.
Der Artikel bezieht sich auf einen Bericht in der Fachzeitschrift "Journal of Abnormal Psychology".
(Quelle: sueddeutsche.de, e.dizin)
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