Niederländische Studie
Auch zu Hause keinen Alkohol für Jugendliche
Viele Eltern glauben, ihren Kindern etwas Gutes zu tun und erlauben ihnen zu Hause Alkohol zu trinken, damit sie ein „vernünftiges“ Trinkverhalten lernen. Eine niederländischen Studie macht nun Schluss mit dem Irrglauben, dass Jugendliche behutsam an den Alkohol herangeführt werden könnten, berichtet "Medical News Today".
In der Studie wurde 428 Familien untersucht. Das Ergebnis ist, dass je mehr die Jugendlichen in den eigenen Räumen tranken, um so mehr tranken sie auch außerhalb. Darüber hinaus, haben Jugendliche die in Aufsicht ihrer Eltern trinken genauso ein erhöhtes Risiko Alkoholprobleme zu entwickeln, wie die, die es alleine machen. Dazu zählen, unter anderem, schulische Probleme, wie Fehlzeiten, und ein erhöhtes Risiko, in körperliche Auseinandersetzungen verwickelt zu werden.
Die Forscher stellen damit den, vor allem in den Niederlanden, von Experten verbreiteten Rat entschieden in Frage, der Eltern empfiehlt, dass sie zusammen mit ihren Kindern Alkohol konsumieren sollten, damit sie außerhalb des Elternhauses ihren Konsum in Grenzen halten. Der Vorschlag dieser Experten beruht nicht auf wissenschaftlichen Grundlagen, sondern sei lediglich unüberprüftes Allgemeingut, in dem angenommen würde, dass die Kinder das „vernünftige“ Trinkverhalten der Eltern nachahmen. Genau dem widerspricht die Studie, machen die Forscher deutlich.
Studienleiterin Haske van der Vorst stellt fast, dass schlichtweg Alkoholkonsum unter Jugendlichen noch mehr Konsum erzeugt.
Deshalb ist ihre Empfehlung:
"Wenn Eltern das Risiko verringern wollen, dass ihre Kinder zu Trinkern werden oder als Jugendliche wegen Alkoholprobleme auffällig zu werden, dann sollten sie den Zeitpunkt, an dem sie zum ersten Mal Alkohol in Berührung kommen, so weit wie möglich hinauszögern.“
(Quelle: Medical News Today)
siehe auch:
Heute beliebt:
-
Aus dem PolizeiberichtMittelfranken: Polizei rettet betrunkene Mädchen vor Erfrieren05.02.12
-
DHSProjektdatenbank "Gewaltreduktion durch Prävention"03.02.12
-
Landessozialgericht BayernAlkoholbedingte Fahruntüchtigkeit als wesentliche Unfallursache kostet den Versicherungsschutz bei der Berufsgenossenschaft03.02.12
-
Kein Führerschein bei groben AlkoholverfehlungenLandratsamt Lichtenfels prüft Alkohol- und Drogenkonsum vor der Erteilung des Führerscheins01.04.10
-
Zitate der Woche 14.06 - 20.06.201020.06.10
-
WebtippAnimation: Drogen im Gehirn25.04.09
-
Die Versuchung ist großAbschlussfeier ohne Reue23.05.09
