Pressemeldung des Landes Berlin
Berliner Studie „Jugendliche – Alkohol – Hintergründe“ veröffentlicht
Heute wurde in der Berliner Fachstelle für Suchtprävention die Studie „Jugendliche – Alkohol – Hintergründe“ vorgestellt, in der Jugendliche im Alter zwischen 11 und 27 Jahren aus allen Bezirken über ihren eigenen Alkoholkonsum Auskunft geben. So berichteten sie u.a., warum sie Alkohol trinken und weshalb häufig mehr, als sie eigentlich wollten. Am häufigsten wird Alkohol auf Partys und bei Konzerten konsumiert.
Die Mehrheit der befragten 14-Jährigen war schon einmal betrunken. Jungen werden dann häufig aggressiv, die Mädchen „lassen sich gehen“ – so die Einschätzung der Jugendlichen selbst.
Im Alter von 12 bis 15 Jahren trinken die Jugendlichen zum ersten Mal, obwohl das laut Gesetz untersagt ist. Sie bekamen den Alkohol von Freunden, Eltern und Verwandten oder kauften ihn, zumeist im Supermarkt. 15 Prozent der unter 16-Jährigen konsumieren Spirituosen bereits regelmäßig mehrmals im Monat. Gleichwohl beschreiben die meisten Jugendlichen den Zustand der Trunkenheit wegen Kontrollverlustes und Übelkeit als negativ.
„Die Mehrheit der befragten Jugendlichen kennt die Regelungen des Jugendschutzgesetzes und befürwortet diese sogar. Sie kommen aber immer noch viel zu leicht an Alkohol heran, was sie in den Befragungen bestätigen. Hier müssen die Erwachsenen – zuallererst die Eltern und der Handel – noch stärker ihrer Verantwortung nachkommen und Vorbild sein“, betont Katrin Lompscher, Senatorin für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz.
Wichtig für die Autoren war, aus den gewonnenen Erkenntnissen, Rückschlüsse und Handlungsempfehlungen für die Praxis zu entwickeln.
„Das war ein Ziel dieses Projektes: In der Alkoholprävention zukünftig an den Erfahrungen und Meinungen der Jugendlichen anknüpfen zu können, wenn es um die Konzipierung von Veranstaltungen, Projekten und Kampagnen geht“, sagt Christine Köhler-Azara, Drogenbeauftragte des Landes Berlin.
Auch sollen die Eltern für Gespräche mit ihren Kindern besser gerüstet werden. „Viele Eltern sind heute zunehmend verunsichert, ob und wie sie mit ihren Kindern über das Thema ‚Alkoholkonsum’ und den damit verbundenen Risiken sprechen sollen“, unterstreicht Kerstin Jüngling, Leiterin der Fachstelle für Suchtprävention im Land Berlin, pad e.V.
(Quelle: Pressemeldung des Landes Berlin)
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