USA
Binge-Drinking beginnt bei geringeren Mengen
Forscher der Universität von Pittsburgh haben in einer Studie nachgewiesen, dass die Kriterien zur Schätzung des Blutalkoholpegels bei Heranwachsenden nach unten korrigiert werden sollten, da sie sich bisher auf die Konstitution von Erwachsenen beziehen.
"Es besteht kaum Konsens, wie riskantes Trinken bei Erwachsenen definiert werden soll, ganz zu schweigen bei Kindern", sagte John E. Donovan (Ph.D.), einer der Autoren der Studie.
Binge-Drinking wird vom "National Institute on Alcohol Abuse and Alcoholism" (NIAAA) als Trinkverhalten definiert, das den Blutalkoholspiegel auf ca. 0,8 Promille hebt. Das ist die Menge bei dem deutliche physische und psychische Beeiträchtigungen auftreten und in den USA die Promille-Grenze. Üblicherweise, geht man von fünf Drinks innerhalb von zwei Stunden bei einem Mann und vier Drinks bei einer Frau aus.
Berücksichtigt man die Konstitution von Heranwachsenden und Kindern, landet man bei weit geringeren Trinkmengen. Bei bis zu 13-Jährigen fängt somit Binge-Drinking bereits bei drei Drinks an und bei 15-Jährigen reichen noch vier um entsprechend kategorisiert zu werden.
Die Quintessenz dieser Studie ist, dass beim medizinischen Fachpersonal, das Jugendliche im Zusammenhang mit Alkoholmissbrauch untersucht, bei weitaus geringeren Mengen die Alarmglocken läuten, und mit Interventionen begonnen wird als bisher.
(Quelle: Medical News Today)


