Vor allem Männer betroffen
DAK: Mehr Leberkrebs-Fälle in Thüringen und Sachsen-Anhalt
Immer mehr Menschen in Thüringen und Sachsen-Anhalt erkranken an Leberkrebs. Die Anzahl der Krankenhausbehandlungen stieg in Sachsen-Anhalt zwischen 2004 und 2008 um 37 Prozent auf 627 Fälle an. In Thüringen stieg die Zahl sogar um 45 Prozent auf 428 Fälle an. Darauf weist die DAK anlässlich des Deutschen Lebertags am 20. November hin. „Über drei Viertel der Betroffenen sind Männer“, sagt Martin Plass, Sprecher der DAK im Osten, mit Blick auf die Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Gemeinsam mit Experten empfiehlt die Krankenkasse einen gesunden Lebenswandel zur Vorbeugung.
„Es ist eine schleichende Gefahr, da die Leber nicht schmerzt und viele Menschen deshalb nicht wissen, dass ihre Leber erkrankt ist“, sagt Professor Dr. Peter Galle, Mitglied des Vorstands der Gastro-Liga e.V. Beim hepatozellulären Karzinom handelt es sich um eine bösartige Erkrankung, die von den Leberzellen ausgeht. Jährlich erkranken in Deutschland etwa 5.000 Menschen neu an Leberkrebs, wobei 90 Prozent der Fälle mit einer Leberzirrhose verbunden sind. Wenn Funktionsstörungen frühzeitig erkannt würden, ließen sich schlimmere Erkrankungen wie Leberkrebs vermeiden oder zumindest besser therapieren.
Weniger Fett und Alkohol
„In westlichen Ländern ist Alkoholmissbrauch der führende Risikofaktor für einen Leberkrebs“, so Prof. Galle. Aber auch ungesunde Ernährung, Übergewicht und Diabetes mellitus sowie mangelnde Bewegung können ein Grund sein. Die Leber ist eines der wichtigsten Stoffwechselorgane unseres Körpers: sie speichert Nährstoffe, bildet Gallenflüssigkeit zur Verdauung und baut Giftstoffe ab. „Die Leber ist in ihrer Funktion einzigartig, deshalb sollte man auch auf eine gesunde Lebensführung achten“, rät DAK-Sprecher Martin Plass. Wie eine aktuelle DAK-Umfrage ergab, fürchten 83 Prozent der Menschen in Thüringen eine Krebserkrankung. Immerhin hält sich ein ebenso hoher Anteil der Befragten beim Alkoholkonsum zurück und 78 Prozent gaben an, auf eine gesunde Ernährung zu achten.
(Quelle: DAK)

Focus Online berichtet, dass Alkoholgenuss das Darmkrebsrisiko um 60 Prozent erhöht. Übergewicht und Rauchen erhöhen das Risiko um 20 Prozent. Alkohol kann damit als Gefahrenquelle Nummer Eins betrachtet werden. Der Focus-Bericht bezieht sich auf eine Studie von Wissenschaftlern vom George Institute in Sydney. Diese seien überrascht gewesen von den deutlichen Auswirkungen des Alkoholkonsums.
