Alkohol macht krank.
DHS: Konsum muss drastisch gesenkt werden: 3 Liter sind genug!
5. Platz weltweit: Jede/-r, von der Wiege bis zur Bahre, trinkt rund 10 Liter reinen Alkohol pro Jahr – statistisch. Neben Vergnügen und Rausch zeigt dieser extreme Alkoholkonsum in Deutschland extreme Folgen: 3.3 Millionen Abhängige und Missbrauchkonsumenten, rund 275.000 schwere Straftaten, knapp 20.000 Verkehrsunfälle unter Alkoholeinfluss, vielfältige schwere Erkrankungen bei einer enormen Anzahl von Patienten. Es gibt keine Möglichkeit, den weltweit fünften Platz im Pro-Kopf-Konsum gesundheitsverträglich zu „verteidigen“.
Bei all diesen Negativschlagzeilen verwundert es kaum, dass wir auch Meldungen lesen, Alkohol sei gesund. Und besonders diese werden begierig produziert und publiziert: Von den Brauern, den Winzern, den Branntweinproduzenten. Zunehmend wird dabei, wenn auch allenfalls am Rande, sogar auf die wis senschaftlich ermittelten maximalen Trinkmengen hingewiesen: max. 24 Gramm reiner Alkohol pro Tag für erwachsene, gesunde Männer, max. 12 Gramm reiner Alkohol pro Tag für erwachsene, gesunde Frauen. Wird diese Alkoholmenge an max. fünf Tagen der Woche nicht überschritten und bleiben die beiden restlichen Tage konsumfrei, so kann nach allen epidemiologischen Erkenntnissen von einem risikoarmen Konsum ausgegangen werden. Dies gilt wohlgemerkt nicht für Kinder und Jugendliche, alte Menschen, Tablettenkonsumenten und andere mehr.
Rechnerisch darf der Pro-Kopf-Konsum an reinem Alkohol von 3 Litern pro Jahr in Deutschland keinesfalls überschritten werden. Soll Alkohol also zumindest für die Mehrheit der Bevölkerung nicht gesundheitsschädlich sein, verlangt dies mindestens nach einer Senkung des durchschnittlichen Konsums auf ein Drittel.
„Die Alkoholkultur in Deutschland ist ein nationales Desaster.“ So Dr. Raphael Gaßmann, Geschäftsführer der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen in Hamm. „Wir müssen endlich messbare, gesundheitspolitische Erfolge erzielen. Die Meßlatte ist der risikoarme Konsum von Alkohol: 3 Liter pro Erwachsenem und Jahr sind – wissenschaftlich erwiesen – mehr als genug“.
(Quelle: Pressemitteilung der DHS)
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