Österreich
Einheitlicher Jugendschutz in weiter Ferne
Ein einheitlicher Jugendschutz der Bundesländer in Österreich, wie zuletzt Anfang November von Wirtschafts- und (!) Jugendminister Reinhold Mitterlener gefordert, ist für die Tiroler Jugendlandesrätin Patrizia Zolller-Frischauf zur Zeit nicht denkbar, bericht tt.com.
Das liegt nach ihrer Auffassung daran, dass es zu große regionale Differenzen im Land gibt. „Die östlichen Bundesländer sind wesentlich freizügiger. In Wien, Niederösterreich und dem Burgenland ist alles ab 16 Jahren frei. Bei uns sind harte Getränke und Alkopops verboten.“
Alkohol könne sich zur Sucht entwickeln, dagegen müsse man vorbeugen und die Jugendlichen deshalb in Schutz nehmen, zitiert sie der Online-Dienst.
Dagegen sei Tirol bei den Regelungen der Ausgehzeiten etwas lockerer. Sie verweist dabei auf die Verantwortung der Eltern und auf das verantwortungsbewusstsein der Jugendlichen, die ja auch in Österreich ab 16 Jahren wählen dürften.
Strafen seien im Alkoholbereich nur im öffentlichen Raum effektiv, Zoller-Frischauf fordert deshalb einen Sinneswandel: „Alkohol muss uncool werden.“
(Quelle: tt.com)

Das Blaue Kreuz kennzeichnet neu jene Detailhandelsfirmen und Verkaufsstellen mit dem Jugendschutzlabel, welche freiwillig strikte Regeln für den Verkauf von Alkohol einhalten und deren Verkaufspersonal aktiv Jugendschutz betreibt. Die Aperto-Filialen gehen mit gutem Beispiel voran und verkaufen in der ganzen Schweiz keinen Alkohol an Jugendliche unter 18 Jahren.
„Filme ab 18“ sind oft Gewalt verherrlichend und enthalten andere Szenen, die für Jugendliche nicht geeignet sind. SciencBlog berichtet, dass nun eine amerikanische Studie nachgewiesen hat, dass sie Jugendliche auch zum verstärkten Alkoholkonsum verführen können - auch ohne heftige Trinkszenen. 
