Schweiz - Medienmitteilung der SFA
Festtage, Kinder und Alkohol
Am Jahresende wird gefeiert und dabei fliesst oft Alkoholisches. Die Schweizerische Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA) rät, keine halb vollen Gläser und Flaschen herumstehen zu lassen. Denn ohne Umsicht können Kinder unter Umständen zu einer hohen Alkoholdosis kommen. Die SFA hält Tipps für die Festtage bereit, die auch den Nachwuchs erfreuen können.
Die Festtage stehen unmittelbar bevor. Für viele gehört Alkohol dazu. Wer Weihnachten, Sylvester und Neujahr mit Kindern und Jugendlichen feiert, steht irgendwann vor der Situation, dass der Nachwuchs Interesse für die alkoholischen Getränke zeigt. Manche Kinder sind neugierig und möchten wissen, wie die prickelnde Substanz im edlen Kelch der Grossen schmeckt.
Auch im festlichen Kontext tragen die Erwachsenen eine besondere Verantwortung. „Wenn alkoholische Getränke herumstehen, kommen Kinder eher auf den Gedanken, diese ausprobieren zu wollen. Wir raten, halb volle Gläser oder Flaschen wegzuräumen. Kinder könnten zu viel davon probieren und möglicherweise gar eine Alkoholvergiftung erleiden“, erklärt Sabine Dobler, Präventionsfachfrau der Schweizerischen Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA).
Alkohol wirkt bei Kindern und Jugendlichen viel stärker als bei Erwachsenen. Sie sind in der Regel leichter, der Alkohol verteilt sich so auf weniger Körperwasser, die Blutalkoholkonzentration ist höher. Zudem kann die noch nicht ausgereifte Leber Alkohol weniger gut abbauen. Nach einem Glas Bier, Wein oder Schnaps hat ein 30 Kilogramm schweres Kind bereits eine Blutalkoholkonzentration von über 0,5 Promille. Medizinische Hilfe ist dann angezeigt, wenn Kinder aus unerklärlichen Gründen erbrechen, verwirrt sind, Krämpfe oder Zuckungen aufweisen oder stark frieren. Dies liegt allenfalls daran, dass ein Kind unbeabsichtigt zu viel Alkohol getrunken hat.
Spezielles fürs Fest
„Im festlichen Rahmen ein besonderes Getränk zu trinken, macht auch Kindern Spass“, sagt Sabine Dobler. Dies können Getränke sein, die es nur gelegentlich gibt oder die speziell gemischt und dekoriert werden. Die Liste möglicher Kreationen ist lang: Von bunten Mixturen mit Saft oder frischen Früchten bis zu deftigen Milchshakes ist vieles möglich. Eiswürfel, Strohhalm oder Fruchtstücke am Glasrand unterstützen die festliche Note.
Die SFA in Kürze
Für die Schweizerische Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA) steht der Schutz der Gesundheit im Zentrum. Die SFA will Probleme verhüten oder vermindern, die aus dem Konsum von Alkohol, anderen psychoaktiven Substanzen oder bestimmten, potenziell abhängigkeitserzeugenden Verhaltensweisen hervorgehen. Die SFA konzipiert und realisiert Präventionsprojekte, engagiert sich in der Gesundheitspolitik und der psychosozialen Forschung. Die SFA ist eine private, parteipolitisch unabhängige Organisation mit gemeinnützigem Zweck.
(Quelle: Medienmitteilung der SFA)

Der christliche Weltbild-Verlag bietet in seinem Schweizer Katalog ein Spiel namens "Nimm's leicht" für 19,95 Franken an. Es ist ein Patschisi-Abkömmling, ähnlich dem "Mensch ärgere Dich nicht", die Spielfiguren sind allerdings durch Schnapsgläser ersetzt - ein typisches Trinkspiel. Wer verliert, muss Alkohol konsumieren.
Die Ausgabe Nr. 10/2009 von Standpunkte, dem Online-Magazin der Schweizerischen Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA) ist jetzt online erhältlich.
„Filme ab 18“ sind oft Gewalt verherrlichend und enthalten andere Szenen, die für Jugendliche nicht geeignet sind. SciencBlog berichtet, dass nun eine amerikanische Studie nachgewiesen hat, dass sie Jugendliche auch zum verstärkten Alkoholkonsum verführen können - auch ohne heftige Trinkszenen. 
