Interview im TAGESSPIEGEL

GdP-Chef Witthaut: Wir müssen den Umgang mit Alkohol in der Gesellschaft verändern

Das Konzept des Berliner Bürgermeisters Wowereit für mehr Sicherheit in den Berliner U-Bahnen wird in Polizeikreisen scharf kritisiert. Er will zusätzlich 200 Polizisten einstellen. In den letzten 10 Jahren wurden dagegen  4.000 Polizisten eingespart. In einem Interwiew mit dem Berliner TAGESSPIEGEL macht der GdP-Vorsitzende Witthaut nicht nur den Personalmangel bei der Polizei für die Sicherheitsprobleme verantwortlich, sondern auch den gesellschaftlichen Umgang mit Alkohol.

Obwohl die Statistik ausweise dass Gewalttaten rückläufig seien, hätte die Sicherheit an öffentlichen Stätten abgenommen. "Das hat auf jeden Fall mit dem vermehrten Missbrauch von Alkohol zu tun", so Witthaut im Interview. Viele Straftaten würden nach massivem Alkoholkonsum begangen, der die Aggressivität und Gewaltbereitschaft steigere. Der Umgang mit Alkohohl in der Gesellschaft müsse verändert werden.

"Es darf zum Beispiel nicht sein, dass man an jedem Kiosk bis spät in die Nacht Alkohol bekommt und dass sich Jugendliche ins Koma saufen. Statistisch ist es belegt, dass Angriffe auf Polizisten zum Beispiel bis zu 70 Prozent von stark alkoholisierten Menschen verübt werden", so Witthaut weiter. Dabei würde er auf mehr Aufklärungsarbeit bei der Jugend setzen und den Zugang zum Alkohol erschweren.
(Quelle: DER TAGESSPIEGEL)
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