England
Industrie kommt freiwilliger Verpflichtung zu Warnhinweisen nicht nach
Die britische Regierung erwägt, dass sie Warnhinweise auf alkoholischen Getränken gesetzlich vorschreibt, nachdem eine Bericht gezeigt hat, dass die Hersteller einer freiwilligen Vereinbarung nicht nachkommen.
Die Regierung hatte vor drei Jahren ein Abkommen mit der Alkoholindustrie geschlossen, dass sie die Getränke freiwillig mit den Warnhinweisen versieht. Bis 2008 sollten dann die meisten Produkte damit ausgezeichnet werden.
Lediglich 15 Prozent der Getränke tragen in der Zwischenzeit den Hinweis, der ingesamt fünf Punkte aufzählt: Neben einem Hinweis auf den verantwortungsvollen Umgang mit dem Alkohol, findet sich eine Tabelle mit den empfohlenen Höchstwerten für Männer und Frauen, die Angabe, wieviel das gekaufte Getränk dazu beiträgt, ein Hinweis auf die Organisation „Drink Aware“ und, vor allem, die Warnung, in der Schwangerschaft auf Alkohol zu verzichten.
Die Regierung zeigte sich sehr enttäuscht von dem Ergebnis der Untersuchung und erwägt nun eine verpflichtende gesetzliche Reglung, in der die Hersteller gezwungen werden, die Warnhinweise anzubringen.
Gesundheitsorganisationen werfen ihr vor, Zeit zu verschwenden: Die Zeit für politische Beratungsgespräche sei abgelaufen, meinte etwa Alison Rogers, der Vorsitzende des „British Liver Trust“ (Leber-Liga), die Alkoholindustrie hätte bewiesen, dass sie nicht in der Lage sei, gemeinschaftlich im Sinne der öffentlichen Gesundheit zu handeln. Die Vereinbarung müsste schnellstens zur gesetzlichen Verpflichtung werden.
(Quellen: telegraph.co.uk, guardian.co.uk)
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