Freitag, 10. Februar 2012

NRW

Innenminister Wolf: Keine Narrenfreiheit im Straßenverkehr

"Wie jemand feiert, ist jedem selbst überlassen, auch ob dabei Alkohol eine Rolle spielt. Aber wer betrunken Auto fährt, für den wird es teuer!", sagte Innenminister Dr. Ingo Wolf heute (12. Februar) in Düsseldorf. Gerade im Karneval vergessen viele Menschen, dass sie das Auto besser stehen lassen sollten. Die Polizei verstärkt deshalb ihre Kontrollen und zieht Alkoholsünder aus dem Verkehr.

Die erschreckende Bilanz der Karnevalstage 2009:
Von Weiberfastnacht bis Aschermittwoch wurden bei Verkehrsunfällen zwölf Menschen getötet und 336 verletzt. Dabei war 58 Mal Alkohol im Spiel. Insgesamt kontrollierte die Polizei 55.800 Autofahrer. Davon mussten sich 13.333 wegen des Verdachts der Trunkenheit am Steuer einem Alco-Test unterziehen. 308 Mal veranlassten die Beamten eine Blutprobe, in 117 Fällen führten sie eine Atemalkoholanalyse auf der Polizeiwache durch.

Damit das Feiern nicht auf der Polizeiwache endet, rät der Innenminister zu öffentlichen Verkehrsmitteln. Wolf: "Die Fahrt mit Bus, Bahn oder Taxi ist immer billiger als die Folgen einer Alkoholfahrt oder eines Unfalls." Die Kosten für Alkoholsünder am Steuer liegen zwischen 500 und 1500 Euro, wenn nichts passiert ist und der Alkoholgehalt unter 1,1 Promille liegt. Hinzu kommen jedoch auch dann Verwaltungsgebühren, Punkte und ein bis drei Monate Fahrverbot. Gefährdet der Autofahrer andere oder liegt sein Alkoholwert über 1,1 Promille, dann gelten die Bestimmungen nach dem Strafgesetzbuch. Und das sieht für Alkoholsünder sogar Freiheitsstrafen bis zu fünf Jahren vor. Bereits ab 0,3 Promille kann der Führerschein entzogen werden, wenn im Zusammenhang mit einem Unfall Anzeichen von Fahruntauglichkeit vorliegen.

Innenminister Wolf fordert mehr Verantwortungsbewusstsein der Autofahrer. "Wer durch einen Unfall unter Alkoholeinfluss einen Menschen schwer verletzt oder tötet, verändert mit einem Schlag das Leben der Opfer und ihrer Angehörigen." Schon geringe Mengen Alkohol im Blut erhöhten das Unfallrisiko um ein Vielfaches.
(Quelle: Pressemitteilung des Innenministeriums von  NRW)

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