Nordrhein-Westfalen
Innenministerium: 10.000 Schutzengel für junge Fahrer
Junge Frauen und Männer halten ihre Altersgenossen davon ab, zu schnell zu fahren, sich unter Alkohol- oder Drogeneinfluss ans Steuer zu setzten und sich nicht anzuschnallen. Mit dieser Absicht meldeten sich im Kreis Gütersloh inzwischen 10.000 Freiwillige als Schutzengel. Innenminister Dr. Ingo Wolf ehrte am Samstag (27. März) in Verl den 10.000sten Schutzengel: "Es ist großartig, dass sich so viele Freiwillige für gleichaltrige Fahrer engagieren. Sie verhindern damit Tote und Verletzte im Straßenverkehr."
Der Erfolg des Schutzengel-Projekts lässt sich an der Unfallstatistik ablesen: Während 2007 im Kreis Gütersloh noch 372 "junge Fahrer" verunglückten, ging die Zahl der Unfallopfer 2008 deutlich zurück auf 305 und 2009 noch weiter auf 287.
Inzwischen hat sich jeder vierte 16- bis 24-Jährige des Landkreises über die Internetseite www.be-my-angel.de für die Aktion gemeldet. Mit einem besonderen "Schutzengel-Ausweis" bekommen sie in zahlreichen Geschäften und Einrichtungen des Kreises Rabatt auf Eintritts- oder Kaufpreise - bis zur Vollendung des 24. Lebensjahres.
Mitte 2008 hatten sich die örtliche Polizei, Städte und Gemeinden des Kreises Gütersloh, Fahr- und Berufsschulen sowie Verkehrsorganisationen zusammengeschlossen und das Projekt "Schutzengel" aus der Taufe gehoben. Dabei orientierten sie sich an einem erfolgreichen Konzept in Dänemark. Vor kurzem hatte der Innenminister Nordrhein-Westfalen diesem Projekt im Kreis Gütersloh den "Landespreis für Innere Sicherheit 2009" verliehen.
Als Dank für das Engagement der vielen jungen Menschen, die in den vergangenen 20 Monaten für das Projekt aktiv waren, gab es am vergangenen Samstag eine Riesenparty in der Ostwestfalenhalle von Verl. Innenminister Wolf sprach den Schutzengeln seine persönliche Anerkennung aus und unterstrich die Bedeutung der Aktion: "An den Folgen schwerer Unfälle leiden die Betroffenen und ihre Angehörigen oft ein ganzes Leben lang. Es ist wichtig, alles dafür zu tun, dass sich junge Menschen ihre Zukunft nicht durch Leichtsinn verbauen. Das vorbildliche Projekt im Kreis Gütersloh hat sich bewährt."
(Quelle: Pressemitteilung Innenministerium NRW)
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