Aktionsplan der Tankstellenverbände
Kein Sprit mehr für Jugendliche
Die deutschen Tankstellen drehen den Zapfhahn zu: Die fünf deutschen Tankstellenverbände haben am Donnerstag einen Aktionsplan gegen Alkohol- und Tabakverkauf an Kinder und Jugendliche unterzeichnet. Mit den geplanten flächendeckenden Ausweiskontrollen bis zu einem geschätzten Alter von 25 Jahren sei die Branche ein Vorbild für den gesamten Handel, lobte die Bundesdrogenbeauftragte Sabine Bätzing (SPD).
Kritik am Aktionsplan äußerte der Geschäftsführer der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen, Raphael Gaßmann: "Wo sind wir denn, dass man Lob bekommt, wenn man freiwillig Gesetze einhält?" Es dürfe keinen Schnaps an Tankstellen mehr geben, forderte er. Auch der jugendpolitische Grünen-Experte Kai Gehring äußerte sich kritisch. Er sprach von "wachsweichen Selbstverpflichtungen" und forderte ein Mindestbußgeld. Der Chef der Deutschen Kinderhilfe, Georg Ehrmann, kritisierte: "Wieder einmal soll der Grundsatz der Freiwilligkeit, der schon seit Jahren entgegen anderslautender Versprechungen nicht funktioniert, gesetzliche Maßnahmen ersetzen."
(Quelle: Spiegel Online)
siehe auch: Aktionsplan für verstärkten Jugendschutz der Tankstellenverbände

Zum Weltnichtrauchertag gibt es in der "Welt" ein Interview mit der Bundesdrogenbeauftragten Sabine Bätzing, auch zu den Themen Alkohol und Drogen. Dieses Jahr steht der Weltnichtrauchertag unter dem Motto "Ein Bild sagt mehr als tausend Worte".
