Von der Trunkenheitsfahrt, über Streitereien bis hin zu Raubdelikten
Kreis Tuttlingen: Jeden Tag fünf alkoholbedingte Einsätze der Polizei
Seit Jahresbeginn hatte die Polizei im Kreis Tuttlingen 103 Alkohol assozierte Einsätze zu bewältigen, im Schnitt fünf pro Tag. Von der Trunkenheitsfahrt angefangen, über Streitereien bis hin zu Raubdelikten, die alle jeweils unter Alkoholeinfluss begangen worden sind.
Am vergangen Wochenende hat die Polizei sechs Autofahrer ertappt, die weit mehr Alkohol im Blut hatten, als erlaubt. Zuletzt in der Nacht zum Montag in Tuttlingen. Vor den Augen der Polizei bog ein Autofahrer in der Hermannstraße in die völlig falsche Richtung ab. Als die Polizisten den Wagen stoppten, trafen sie auf einen betrunkenen Autofahrer. Ein erster Test bestätigte den Verdacht der Polizisten, denn der Fahrer hatte einen Promillewert im deutlichen Bereich der absoluten Fahruntauglichkeit.
Dies war und ist leider kein Einzelfall. Seit Jahresbeginn hat die Polizei im Landkreis bislang 25 Autofahrer sozusagen aus dem Verkehr gezogen, die wesentlich mehr Alkohol im Blut hatten als erlaubt. Sechs von diesen hatten im alkoholisierten Zustand Unfälle verursacht, dabei sind insgesamt vier Personen verletzt worden, zwei davon schwer. Ebenso erschreckend sind die Promillewerte, die die Polizei derzeit feststellt. Viele hatten um die zwei Promille Alkohol im Blut. Der Spitzenwert im Januar lag bei 2,2 Promille.
Der Alkoholmissbrauch zeigt sich aber auch in anderen Erscheinungsformen. Genau 20-mal musste die Polizei ausrücken, weil Betrunkene einen Streit vom Zaun gebrochen hatten, meist in häuslicher Gemeinschaft. In vielen Fällen davon kam es dabei auch zu etlichen Körperverletzungsdelikten. In rund ebenso vielen Fällen kam es zu Belästigungen in der Öffentlichkeit, Beleidigungen, jeweils verursacht durch Menschen, die infolge ihres alkoholbedingten Zustandes die Sinne nicht mehr unter Kontrolle hatten. In 17 Fällen, befanden sich die Betrunkenen in einer hilflosen Lage und mussten von der Polizei vorerst versorgt werden, sieben von diesen in der Ausnüchterungszelle.
Aber es kam auch zu schwerwiegenden Straftaten, so zu sechs Diebstahlsdelikten, drei Bedrohungen und zwei Raubdelikte. In allen diesen Fällen standen die Tatverdächtigen zur Tatzeit deutlich unter Alkoholeinwirkung. Für die jeweils eingesetzten Polizeibeamten war und ist jeder Einsatz alles andere als Routine, zumal die unter Alkoholeinwirkung stehenden Menschen unberechenbar reagieren. So mussten die Polizisten in vielen Fällen Angriffe auf sie abwehren, Widerstände brechen und zu ihrem eigenen Schutz auch Pfefferspray einsetzen.
(Quelle: Polizeidirektion Tuttlingen)


