Kein Führerschein bei groben Alkoholverfehlungen
Landratsamt Lichtenfels prüft Alkohol- und Drogenkonsum vor der Erteilung des Führerscheins
Jugendliche und Heranwachsende, die durch Alkohol- und Drogenkonsum oder aggressives Verhalten auffällig geworden sind, wird künftig vom Landratsamt Lichtenfels nicht mehr ohne Weiteres der Führerschein erteilt.
In den vergangenen Wochen und Monaten hat die Polizei und das Jugendamt immer wieder erhebliche Alkoholdelikte, gerade von Jugendlichen, feststellen müssen. Werden Jugendliche und Heranwachsende im Alter von 14 bis 21 Jahren durch übermäßigen Alkohol- und Drogenkonsum oder aggressives Verhalten auffällig, erhalten die Eltern künftig Post vom Landratsamt, in der sie ausdrücklich auf die Folgen dieses Verhaltens aufmerksam gemacht werden.
Solche Verfehlungen können vor allem im Wiederholungsfall dazu führen, dass die Fahrerlaubnis durch das Landratsamt nicht ohne Weiteres erteilt wird. Nach der Fahrerlaubnisverordnung muss die Behörde den Führerschein demjenigen verweigern, der dafür nicht die notwendigen körperlichen und geistigen Anforderungen erfüllt. Bestehen Zweifel, wird durch das Landratsamt ein medizinisch-psychologisches Gutachten eingeholt, bevor der Führerschein ausgestellt wird.
Der Führerschein ist für viele Jugendlichen und Heranwachsende ein großes Ziel. Für das Landratsamt ist diese Maßnahme, den Jugendlichen ein Signal für ihr falsches Verhalten zu zeigen, eine wichtige Möglichkeit zur Einflussnahme auf ihr künftiges Verhalten. Die Jugendlichen werden dadurch aufgefordert, ihre Verhaltensweise gründlich zu überdenken und zum Positiven zu verändern, wenn sie nicht den Erwerb ihres Führerscheins gefährden wollen.
(Quelle: Pressemitteilung Landkreis Lichtenfels)
siehe auch:
Heute beliebt:
-
Suchtmittelkonsum bei Jugendlichen leicht rückläufigNeue Studienergebnisse der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zum Alkohol-, Tabak- und Cannabiskonsum Jugendlicher und junger Erwachsener10.02.12
-
Neues Design für den großen LaunchAdelholzener Mineralwasser jetzt bundesweit erhältlich10.02.12
-
Webtipp sueddeutsche.deKomasaufen verhindern: Kinder vor Pubertät aufklären10.02.12
-
Gesetzentwurf zur Änderung des LadenöffnungsgesetzesHessische SPD-Fraktion fordert: "Kein Alkoholverkauf zwischen 22 und 5 Uhr"09.02.12
-
PressespiegelReaktionen zur Veröffentlichung des Jahrbuchs Sucht 2010 (Update)08.04.10
-
Stadt Magdeburg"Pro Party - contra Flatrate" - Eine gemeinsame Initiative gegen das Komasaufen08.11.10
-
DrogenkonferenzSchweiz: Neuer Zuger Aktionsplan beschlossen20.01.12
