Freitag, 10. Februar 2012

"Dann weiß jeder Autofahrer, woran er ist“

Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt fordert absolutes Alkoholverbot im Straßenverkehr

Die Forderungen nach einem absoluten Alkoholverbot im Straßenverkehr, der 0,0-Promille-Grenze, werden lauter.  Vor einem Monat sprach sich Mecklenburg-Vorpommerns Verkehrsminister Volker Schlotmann für ein Alkoholverbot am Steuer aus, jetzt zieht Wolfgang Böhmer, Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, nach.

Er sagte der „Welt am Sonntag“:„Ich bin eindeutig für eine 0,0-Promille-Grenze für alle Autofahrer – egal, welchen Alters. Niemand kann nach einem oder zwei Glas Bier seinen Promille-Gehalt im Blut objektiv einschätzen.“ Da die Gefahr bestehe, die eigene Fahrtüchtigkeit zu überschätzen, sei für eine klare Linie: "Dann weiß jeder Autofahrer, woran er ist“, so Böhmer in der "Welt am Sonntag". Sein Verkehrsminister Karl-Heinz Daehre (CDU) will die 0,0-Promille-Grenze bei der nächsten Verkehrsministerkonferenz zum Thema machen, berichtet Welt online.

Auch die Deutsche Verkehrswacht hatte kürzlich eine 0,0-Promille-Grenze gefordert. Nach zu schnellem Fahren ist Alkohol am Steuer die zweithäufigste Unfallursache. 194 Menschen in Mecklenburg-Vorpommern wurden im Jahr 2009 bei durch Alkoholkonsum verursachten Unfällen schwer verletzt, 21 starben.

Bereits im Vorfeld der Diskussion beziehen  Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) und der ADAC Stellung: Der Verkehrsminister unterstützt zwar das gültige Alkoholverbot für Fahranfänger, will jedoch keine verschärfung. Der ADAC hält ein absolutes Alkoholverbot „weder verhältnismäßig noch durchsetzbar“, so Welt online.
(Quelle: Welt online)

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