Montag, 06. Februar 2012

BELLA DONNAweb

Neues Fachportal koordiniert und verbessert genderspezifische Suchthilfe

Im Rahmen ihrer Fachtagung zu intergenerationalem Drogenkontext hat BELLA DONNA - die Fachstelle Frau - Sucht - Gesundheit unter www.belladonnaweb.de ein neues Internetportal rund ums Thema Frauen und Sucht etabliert. BELLA DONNAweb bündelt und koordiniert geschlechtsbezogene Angebote der Drogenhilfe in Deutschland, Österreich und voraussichtlich auch der Schweiz.

Gleichzeitig bietet das Portal über eine Wissensdatenbank nützliche Informationen rund ums Thema Mädchen, Frauen und Sucht. Das Portal richtet sich an unterschiedlichste Einrichtungen der der ambulanten und stationären Drogen- und Jugendhilfe.

Bereits 1997 haben sich die Staaten der Europäischen Gemeinschaft vertraglich verpflichtet, soziale Ungleichheiten zwischen Frauen und Männern zu berücksichtigen. "Trotzdem sind geschlechtsbezogene Ansätze in den Beratungs- und Behandlungsangeboten der Suchthilfe bislang nicht ausreichend berücksichtigt", kritisiert BELLA DONNA-Geschäftsführerin Martina Tödte. Ein Grund dafür: Vorhandenen Erkenntnisse, Erfahrungen und Wissensbestände der gendersensiblen Suchthilfe sind nicht ausreichend bekannt oder es fehlen Ressourcen zur Umsetzung.

Genau hier setzt das neue Fachportal BELLA DONNAweb an. Es verzahnt Angebote und Erkenntnisse der bundesweit mehr als 1.000 Beratungsstellen sowie stationären Einrichtungen, Netzwerke und Arbeitsgruppen. Über eine umfangreiche Wissensdatenbank macht das Portal zudem Literatur und Forschungsergebnisse zentral verfügbar. "Unser Ziel ist es, mit dem neuen Portal die geschlechtsbezogene Sucht- und Drogenhilfe für Mädchen und Frauen qualitativ zu verbessern", erklärt Tödte. Der Wissenstransfer zwischen Forschung und Praxis, verschiedenen Arbeitsfelder und Berufsgruppen soll dazu beitragen, die Sucht- und Drogenarbeit für Mädchen und Frauen weiterzuentwickeln.

Hintergrund
Die Fachstelle Frau - Sucht - Gesundheit, BELLA DONNA, ist eine Einrichtung des Vereins zur Hilfe suchtmittelabhängiger Frauen Essen. Der Verein hat seit 1989 innovative Impulse für eine genderreflexive, geschlechtsbezogene Sucht- und Drogenhilfe auf Bundes- und Landesebene gesetzt. Neben der Fachstelle betreibt der Verein eine Drogenberatungsstelle für Mädchen und Frauen in Essen.
(Quelle: Pressemitteilung der "Fachstelle Frau - Sucht - Gesundheit, BELLA DONNA")

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