Freitag, 10. Februar 2012

Aalener Suchtbeauftragter warnt:

Ominöser Verlag sammelt Gelder für ein "Suchtmagazin"

Das Landratsamt Ostalbkreis weist in einer Pressemitteilung darauf hin, dass zur Zeit wieder Vertreiber eines sogenannten "Suchtmagazin" aktiv sind, die sich auf die Zusammenarbeit mit Trägern der Suchthilfe im Ostalbkreis berufen. Weder die Kreisverwaltung noch die Suchthilfeträger arbeiten mit dem Verlag zusammen.

Bereits vor einigen Jahren hat ein ominöser Verlag eine sogenanntes "Sucht Journal" herausgegeben. Diese Hefte wurden als "regionale Aufklärungsmagazine gegen Suchtgefahren" örtlich verteilt. Der Inhalt war banal und bestand in der Regel aus einer Zusammenfassung von Drogeninfos, wie sie jeder Aufklärungsschrift zu entnehmen sind, und reißerisch aufgemachten Drogenabschreckungsgeschichten. Zudem bestand jede zweite Seite aus Werbeinseranten örtlicher Firmen, die durch ihr Inserat das Heft und die dahinter stehende Firma finanzierten. Bereits damals sollten Drogenberatungsstellen durch ihre Adressenangabe dem Heft eine gewisse Seriosität verleihen.

Nun hat ein neuer Verlag eine ähnliche Geschäftsidee übers Internet ausgeweitet und versucht mit ähnlicher Strategie Geld zu verdienen. Gleichzeitig wird eine Verbindung zum gleichnamigen Schweizer Fachheft "Suchtmagazin" hergestellt. Die Redaktion der Internetseite versucht sich dabei ein seriöses Image zu verschaffen. Angekündigt wird dabei auch die Herausgabe eines "Suchtmagazin", was durch entsprechende Spenden aus der Wirtschaft ermöglicht werden soll.

Zur Zeit werden auch im Ostalbkreis wieder Firmen angesprochen, die Geld für dieses "Suchtmagazin" spenden sollen. Immer wieder wird auch auf eine Kooperation mit der "Suchthilfe Aalen" hingewiesen. Das Landratsamt weist darauf hin, dass die Träger der Suchthilfe im Ostalbkreis mit diesem Verlag in keiner Weise zusammenarbeitet. Vielmehr gibt es die versprochenen Informationen in wesentlich höherer Qualität von den zuständigen Institutionen wie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung oder der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen kostenlos.
(Quelle: Pressemitteilung Ostalbkreis)

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