Freitag, 10. Februar 2012

Nasser Sommer - Trockene Kids

Peers der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung im Einsatz zur Alkoholprävention

Seit Mai dieses Jahres sind in ganz Deutschland wieder Peers der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) unterwegs. Die Peer-Aktion ist eine Maßnahme zur Alkoholprävention bei Jugendlichen. Da es sich bei den Peers in etwa um Gleichaltrige handelt, haben sie für die Zielgruppe eine hohe Glaubwürdigkeit. Die BZgA führt die Aktion mit Unterstützung des Verbandes der privaten Krankenversicherung e.V. (PKV) durch. Die PKV unterstützt die BZgA in der Prävention von Alkoholmissbrauch bei Kindern und Jugendlichen mit jährlich 10 Mio. Euro.

"Unser Anliegen ist es, Jugendliche frühzeitig über die negativen Folgen übermäßigen Alkoholkonsums zu informieren. Denn je früher mit dem Alkoholkonsum begonnen wird, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit für gesundheitliche Schäden und schnelle Abhängigkeit. Dies ist Jugendlichen oft nicht bewusst", erklärt Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. "Die direkte Ansprache durch die Peers ist ein wirksames Präventionsangebot, um junge Menschen unmittelbar vor Ort und in der Gruppe Gleichgesinnter zu erreichen."

Bei Freizeitaktivitäten oder im Urlaub gehört Alkohol für viele junge Menschen nicht nur dazu, sondern wird auch in gefährlichen Mengen konsumiert. Deshalb finden die Peer-Einsätze überwiegend in deutschen Ferienregionen sowie bei Musikfestivals, Sport-Events, Jugendveranstaltungen oder in Jugendherbergen, statt. Die Bilanz zur "Halbzeit" ist positiv. An 100 Einsatztagen in ganz Deutschland, z.B. bei der Kieler Woche, auf Fehmarn, auf der Insel Usedom, in Rostock, in München oder Hannover sind schon jetzt ca. 10.000 intensive Gespräche mit Jugendlichen geführt worden.

Hier einige Reaktionen von Jugendlichen zur Aktion, die sie per E-Mail an die Internetseite http://www.bist-du-staerker-als-alkohol.de geschickt haben:

"Hallo  :) ,
Ich komme aus Kiel und war heute mit meinen Freunden auf der Kielerwoche. Dort wurden wir von 2 netten Frauen angesprochen die mit uns einen Test gemacht haben. Ich muss wirklich sagen, dass ich durch diesen Test sehr viel dazugelernt habe. Wir alle finden die kleine Zeitschrift und die Extras, die wir am Ende bekommen haben wirklich super!"

"Das erste Mal als ich von dieser Aktion gehört habe, war in Darmstadt, wo mich zwei Peers angesprochen und einen Test gemacht haben. Ich fand das sehr interessant und auch ich selber bin jetzt sehr für diese Aktion."

"Wir finden solche Tests sind sehr hilfreich für das Allgemeinwissen im Leben. Also das ist eine richtig gute Idee solche Fragen zu stellen:-)"

Die Risiken des Alkoholkonsums werden von den meisten Jugendlichen unterschätzt oder ignoriert. Der Anteil Jugendlicher, die exzessiv trinken, ist nach wie vor hoch. Zahlen der Repräsentativerhebung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung aus dem Jahr 2008 zum Alkoholkonsum Jugendlicher zeigen, dass riskantes Trinkverhalten wie "Binge Drinking" bei Jugendlichen mit 20 Prozent weit verbreitet ist. Die Gefahr einer Alkoholvergiftung durch übermäßigen Alkoholkonsum ist für Kinder und Jugendliche wesentlich höher als für Erwachsene, da die körperliche Entwicklung noch nicht abgeschlossen ist. Vor diesem Hintergrund sind Angebote zur Alkoholprävention speziell in diesem Alter wichtig.

Insgesamt sind dieses Jahr 200 Einsatztage geplant, die noch bis Mitte Oktober dauern. Die Peers werden u.a. im August auf der Cranger Kirmes in Herne, in Scharbeutz und auch am Bodensee sein. Die Liste der Peer-Einsätze 2009 steht unter http://www.bist-du-staerker-als-alkohol.de zum Download bereit.

Für Vertreterinnen und Vertreter der Presse besteht die Möglichkeit, Peers bei Einsätzen zu begleiten oder zu interviewen. Auf Anfrage werden auch gerne Pressefotos zur Verfügung gestellt. Ansprechpartnerin für Presseanfragen ist Gaby Schneider, Tel. 0911-58 68 68 12, E-Mail: schneider@swz.de

Weitere Informationen unter:
http://www.bist-du-staerker-als-alkohol.de
http://www.kenn-dein-limit.info

Pressemitteilung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) vom 31.07.2009
 

siehe auch:

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