"Mein Kind will keinen Alkohol"
Pernod Ricard will Charité bei Aufklärungskampagne unterstützen
Wenn es um das Wohl ungeborener Kinder geht, sind sich alle einig: So hat der Alkohokonzern Pernod Ricard jetzt bekannt gegeben, dass er zusammen mit der "Stiftung für das behinderte Kind" der Charité die nationalen Mediakampagne "Mein Kind will keinen Alkohol!" unterstützt. Die Aktion soll über die Gefahren von Alkohol in der Schwangerschaft und das "Fetale Alkohol Syndrom" aufklären.
Zunächst einmal erfreulich, dass der Alkoholkonzern das Problem realisiert hat und sich in der Verantwortung sieht, Konsumenten mit einer breit angelegten Mediakampagne und ausgewählten Testimonials über die Risiken von Alkohol in der Schwangerschaft aufzuklären.
Erfreulicher Nebeneffekt: Die Marketing-Abteilung erhält die Gelegenheit, das Image des Alkoholproduzenten aufzupolieren und ein Alibi zu verschaffen - und das, mit einem Minimum der Kosten, die in die verkaufsfördernde Werbung investiert werden. Außerdem hoffen Vertreter der Industrie, mit solchen Mindestmaß-Aktionen "Selbstverantwortung" zu zeigen und sich somit vor wirkungsvolleren Zwangsmaßnahmen zu schützen.
Wie anders ist es zu erklären, dass die Alkohol-Lobby unter Einsatz aller Mittel (wie z.B. gezielte Falschinformationen) verhindern wollte und konnte, dass auf Schnapsflaschen verbindliche Warnhinweise angebracht werden, die sich vor allem an Schwangere richten.
Sollte sich Pernod Ricard freiwillig verpflichten, im Rahmen dieser Aktion, solche Warnhinweise auf den Produkten des Unternehmens anzubringen, nehmen wir das Bemühen ernst und hoffen, dass auch andere Alkohol-Konzerne nachziehen.
(Quellen: Pressemitteilung der Pernod Ricard Deutschland GmbH,
tagesschau.de vom 25.10.2006)
siehe auch:
Heute beliebt:
-
Suchtmittelkonsum bei Jugendlichen leicht rückläufigNeue Studienergebnisse der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zum Alkohol-, Tabak- und Cannabiskonsum Jugendlicher und junger Erwachsener10.02.12
-
Neues Design für den großen LaunchAdelholzener Mineralwasser jetzt bundesweit erhältlich10.02.12
-
Webtipp sueddeutsche.deKomasaufen verhindern: Kinder vor Pubertät aufklären10.02.12
-
Gesetzentwurf zur Änderung des LadenöffnungsgesetzesHessische SPD-Fraktion fordert: "Kein Alkoholverkauf zwischen 22 und 5 Uhr"09.02.12
-
Stadt Magdeburg"Pro Party - contra Flatrate" - Eine gemeinsame Initiative gegen das Komasaufen08.11.10
-
PressespiegelReaktionen zur Veröffentlichung des Jahrbuchs Sucht 2010 (Update)08.04.10
-
SchweizEingeschränkter Alkoholverkauf in Illnau-Effretikon24.03.11
