Donnerstag, 23. Februar 2012

Sucht Info Schweiz

Pistenspaß mit klarem Kopf

Wer fährt, trinkt nicht. Dieses Motto gilt laut Sucht Info Schweiz auch für jene, die Skis und Snowboards anschnallen. Wer auf der Piste eine gute Figur machen will, verzichtet auf Alkoholisches. „Zwätschge Lutz und Wunderkafi“ beeinträchtigen die Reaktionsfähigkeit und fördern die Risikobereitschaft. Die Sturz- und Unfallgefahr steigt. Ein Präventionstipp für ein unbeschwertes Skivergnügen.

Technisches Können, Konzentration und Kondition sind beim Ski- und Snowboardfahren stark gefragt. Schnell reagieren, präzise fahren, das Tempo anpassen, Hindernissen ausweichen: die Anforderungen auf den meist gut bevölkerten Pisten an Fahrtechnik und Reaktionsvermögen sind zahlreich. Schneesportlerinnen und -sportler sind schnell unterwegs, ihre Fahrstile sind vielfältig. Wer zwischendurch an der Schneebar rastet und den Durst mit Alkohol löscht, büsst an Reaktionsschnelligkeit und Gleichgewichtssinn ein. Es gibt heute viele Konsumgelegenheiten in Beizen, Skibars, Chalets oder Iglus bei den Berg- und Talstationen der Bahnen. Doch wer Alkohol getrunken hat, riskiert oft mehr, unterschätzt Pisten- und Wetterverhältnisse, überschätzt das eigene Fahrvermögen. Stürze und Kollisionen werden wahrscheinlicher. Darin sind sich Fachleute einig, auch wenn Statistiken zur Rolle des Alkohols bei Schneesportunfällen in der Schweiz fehlen. In Übereinstimmung mit der bfu - Beratungsstelle für Unfallverhütung sowie der Suva empfiehlt Sucht Info Schweiz, während dem Ski- und Snowboardfahren auf Alkohol zu verzichten. „Wintersport und Alkohol vertragen sich nicht“, bringt es Irene Abderhalden, Präventionsfachfrau von Sucht Info Schweiz, auf den Punkt. Gegen ein gutes Glas Wein, ein Bier oder einen heissen Punsch nach der letzten Abfahrt beim Après-Ski ist nichts einzuwenden, sofern nicht gleich die Heimkehr im Strassenverkehr ansteht.

Der wärmende Effekt täuscht
Eine schwungvolle, kontrollierte Abfahrt ist mit Alkohol nicht möglich, ohne dass die Sicherheit darunter leidet – die eigene und die der anderen. Ebenso wenig sorgt er für warme Glieder. Gegen die grosse Kälte einen Schnaps oder Glühwein zu trinken, hilft nicht. Im Gegenteil. Nach dem „Kafi Lutz“ entsteht zwar ein Wärmegefühl, weil Alkohol die Blutgefässe erweitert und die Haut stärker durchblutet. Die körperliche Anstrengung fördert die Gefässerweiterung noch. Alkohol lässt die Wintersportlerinnen und -sportler in der Kälte aber umso rascher abkühlen. Fazit: Beim Wintersport auf Alkohol zu verzichten, senkt das Risiko, dass der schwungvolle Pistenspass schon vor der Talstation brüsk endet.
(Quelle: Sucht Info Schweiz)

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