Gesundheits-Organisationen protestieren
WM-Sponsoren: Rote Karte für die FIFA
Mehre Gesundheitsorganisationen haben die FIFA wegen der Auswahl der Sponsoren für die Fußball-WM scharf kritisiert. Der "World Cancer Research Fund" sieht in McDonalds, Coca Cola und Budweiser keine guten Vorbilder für eine gesunde Lebensweise und die südafrikanischen Aids-Organisationen sind darüber pikiert, dass der Fußballverband ihnen nicht gestattet, während der Weltmeisterschaft Informationsstände aufzustellen, Sponsoren dagegen den Verkauf von Alkohol erlaubt.
McDonalds, Coca Cola und Budweiser stehen nach Ansicht der Krebsforscher nicht gerade für eine gesunde Ernährung und es stünde der FIFA besser an, sie als Sponsoren auszuschließen, berichtet der Münchner Merkur. Den Krebsforschern geht es in diesem Fall vor allem um das Übergewicht, das als ein Risikofaktor für sechs Krebserkrankungen gilt. Sie machen allerdings nicht geltend , dass die Weltgesundheitsorganisation Alkohol als Karzinogen der Gruppe 1, - die höchste Klassifizierung - eingestuft hat. Das holen wir hier nach. Budweiser nur als Dickmacher ins Feld zu führen, ist eindeutig zu wenig.
In einem anderen Zusammenhang lässt sich Budweiser durchaus mit Coca-Cola vergleichen: Markeninhaber InBev hat sich vorgenommen, Budweiser als globale Marke zu installieren. Und Vorbild ist die Koffein-Brause. Dutzende neue Märkte auf der Welt sollen dadurch erschlossen werden und Afrika gehört zur zur Hauptzielgruppe. Eine bessere Möglichkeit, Marketing-Maßnahmen zu betreiben, hätten die Werber von InBev kaum finden können.
Die Effektivität der Koppelung von Alkohol, Männlichkeit und Sport durch Sponsoring ist bekannt und auch erforscht: Carlsberg konnte als Sponsor der Fußball-EM 2004 seinen Markenanteil um sechs Prozent steigern. Durchschnittlich sechzehn(!) Minuten pro Spiel war der Sponsor auf der Mattscheibe präsent, berichtete Carlsberg seinen Aktionären.
Gründe genug, der FIFA für ihre Sponsoren die Rote Karte zu geben.
In den Vereinigten Staaten ist Budweiser mit einer Sportmarketing Aktion letztes Jahr aufgelaufen. "Bud"-Dosen sollten in den Farben von College-Sportteams erscheinen. Einige der Colleges protestierten gegen die Aktion da sie den Alkoholmissbrauch unter Jugendlichen fördern würde, worauf Anheuser-Busch den Verkauf dort stoppen musste.
(Quellen: Merkur Online, Deutsches Ärzteblatt, Alcohol - No Ordinary Commodity)
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