Studenten unter Leistungsdruck

Starker Anstieg von Alkoholmissbrauch bei Studierenden

Einen starken Anstieg beim Alkoholmissbrauch von Studenten vermeldet  "Der Tagesspiegel". So bewerteten fast 20 Prozent der Befragten aller Studiengänge bei einer Umfrage an der Braunschweiger TU ihre Trinkgewohnheiten als riskant bis gefährlich. Bei der letzten Umfrage 2006/2007 waren es nur knapp über 12 Prozent.

Besonders hoch sind die Zahlen in den neuen Bachelor-Studiengängen. Hier gaben über 35 Prozent der Befragten an, sogennntes "Binge-Drinking" zu praktizieren, das heisst, sie trinken an mindestens fünf Tagen im Monat mehr als  fünf Gläser Alkohol, berichtet die Zeitung. Männer seien davon doppelt so oft betroffen wie Frauen. Bei den Diplom-Studiengängen lag der Anteil bei circa 17 Prozent.

Nach Meinung von Psychologie-Professor Wolfgang Schulz, von der TU Braunschweig, sei es offensichtlich, dass der wachsende Druck im Studium gesundheitliche Auswirkungen hätte und Süchte begünstigen würde. Er forderte deshalb veränderte Studienbedingungen.

Aber auch ein Verkaufsverbot von Alkohol auf dem Campus, wie etwa in Schweden, würde bei den Studierenden gar nicht auf so großen Widerstand treffen, schreibt der Tagesspiegel weiter. 70 Prozent der weiblichen Studenten und mehr als die Hälfte der männlichen, hätten sich bei einer Umfrage in NRW für ein solches Verbot ausgesprochen.
(Quelle: Der Tagesspiegel)