Verzehrswarnung erweitert
Hohe Methanolgehalte in Bärenkrone-Wodka ermittelt
Am Freitag letzter Woche warnte das Thüringer Landesamt für
Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz vor dem Verzehr von Wodka der Marke „Excellent Vodka V 24 Original" der Firma Bärenkrone GmbH & Co. KG aus 37327 Leinefelde/Worbis. Inzwischen bestätigte sich in Laboruntersuchungen der Verdacht, dass Wodka dieser Firma einen deutlich erhöhten Methanolgehalt aufweist. Die Verzehrswarnung wird deshalb auf die Produkte „Vodka AntiVirus“ und „Premium Vodka Cosmos“ ausgeweitet.
Für „Excellent Vodka V 24 Original", entnommen aus einer 1-Liter Flasche, wurde ein Methanolgehalt von ca. 14 g/l Wodka ermittelt. In der Sorte „Vodka AntiVirus“ lag der Methanolgehalt sogar bei 17,5 g/l Wodka. Die Analytik für „Premium Vodka Cosmos“ ist noch nicht abgeschlossen, es steht jedoch bereits fest, dass auch dieser Wodka mit Methanol verunreinigt ist.
Lagerbestände dieser Sorten sind unverzüglich aus dem Verkehr zu nehmen. Sie dürfen nicht mehr verkauft werden. Verbraucher, die den genannten Wodka gekauft haben, sollten diesen auf keinen Fall trinken und auch nicht in Mixgetränken verwenden.
Nach bisherigen Recherchen gingen Lieferungen nach Nordthüringen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Niedersachsen, Berlin und Bayern. Alle vor Ort zuständigen Behörden sind informiert und überwachen das Verkehrsverbot. Methanolvergiftungen sind hoch gefährlich, eine harmlose Dosis gibt es nach Aussagen von Medizinern nicht. Alkohol mit Methanol kann zur Erblindung führen oder sogar tödlich wirken. Die ersten Symptome zeigen sich wie ein gewöhnlicher Rausch: Müdigkeit, Übelkeit und Kopfschmerzen treten auf. Schon nach kurzer Zeit können schwere Symptome einsetzen. Ob jemand betrunken ist oder möglicherweise eine Methanolvergiftung vorliegt, kann nur ein Arzt anhand einer Blutuntersuchung feststellen. Im Verdachtsfall sollten Betroffene sofort in ein Krankenhaus gebracht
werden.
(Quelle: Thüringer Landesamt für Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz)

Im Sommer zieht es Tausende von Menschen in Seen und Flüsse. Sobald Alkohol ins Spiel kommt, steigt das Unfallrisiko im Wasser. Die Schweizerische Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA) erinnert an die etablierte Baderegel, bei Wassersportaktivitäten auf Alkohol zu verzichten. 
