Langzeitstudie mit 10.000 Männern

Trinkverhalten entscheidet über Herzinfarktrisiko durch Alkoholkonsum

Britische und französische Mediziner haben das Herzinfarktrisiko in Bezug auf unterschiedliche Trinkgewohnheiten in ihren Ländern über einen Zeitraum von 10 Jahren untersucht. Die Daten von fast 10.O00 Männern, die zum Beginnn der Studie keine Herzkrankheiten aufwiesen, wurden in im nordirischen Belfast und in den drei französischen Städten Lille, Strasbourg, und Toulouse für die Studie herangezogen.

Insgesamt bekamen 683 Probanden in diesem Zeitraum schwere Herz-Probleme: 322 erlitten einen Herzinfarkt, 361 Angina Pectoris. In Belfast waren dabei fast doppelt so viele Männer betroffen wie in den französischen Städten. Nachdem die Forscher andere Risikofaktoren wie etwa Zigarettenkonsum und Bluthochdruck ausgefiltert hatten, blieben die verschiedenen Trinkgewohnheiten in beiden Ländern als Ursache übrig.

Die durchschnittliche Alkoholmenge pro Tag, die die Probanden konsumierten, war in Frankreich (32,8 g/Tag) höher als in Irland (22,1 g/Tag). Aber während sich in Frankreich der Alkoholkonsum über die ganze Woche verteilt, nehmen die Iren die Alkoholdosis konzentriert am Wochenende auf. Trinkgelage ("Binge-Drinking") kommen in Belfast circa 20mal häufiger vor als in den französischen Vergleichsstädten.

Das Resümee der Forscher ist, dass regelmäßiger moderater Alkoholkonsum - das typische Trinkmuster für einen fränzösischen Mann in den mittleren Jahren - das Herzinfarkt-Risiko nicht erhöht, im Gegensatz zum typischen Trinkmuster der irischen Männer, die zu weniger Gelegenheiten mehr trinken.
(Quelle: BMJ)