Zeitschrift „rausch“:
Vater, Mutter, Kind - und Alkohol: Auswirkungen familiärer Suchtprobleme
Am 13. Februar startet eine bundesweite Aktionswoche für Kinder aus suchtbelasteten Familien (www.coa-aktionswoche.de). Diese Kinder gehören zur Hochrisikogruppe für die Entwicklung eigener psychischer oder Suchtstörungen. Die Ausgabe Nr. 1 (2011) „rausch“ enthält zu diesem Thema aktuelle Hintergrundinformationen.
Dass Suchtmittelkonsum und Gewalt oft zusammen auftreten, ist sicher den meisten bekannt. Dass allerdings gerade Kinder Opfer dieser Gewalt werden, wird nicht nur in Selbsthilfegruppen gern verdrängt. Das Opfer des Alkohols ist eben nur zu oft auch Täter, der Gewalt gegen Kinder und PartnerIn ausübt. Das hört man nicht gern, auch nicht, wenn man schon lange trocken ist. In der „rausch“-Titelgeschichte beleuchtet Christoph Unger die Rolle, die Suchtmittel, insbesondere Alkohol, bei innerfamiliärer Gewalt spielen.
Weitere Lebensumstände der Angehörigen von Suchtkranken schildern zwei weitere Artikel: Henning Mielke zeigt das Beispiel von Kindern, die, in Verkehrung der eigentlichen Rollenverteilung, zu Eltern ihrer Eltern werden müssen, weil diese suchtkrank sind.
Jens Flassbeck beklagt die offenbar immer noch vorhandene Missachtung der Angehörigen von Suchtkranken als „Geozentrik der Suchthilfe“. Und das „rausch“-Porträt stellt dieses Mal eine Einrichtung für Kinder aus suchtbelasteten Familien vor.
Das Heft kann über http://tinyurl.com/rausch1-2011 bezogen werden. Natürlich ist die Zeitschrift auch im Abonnement erhältlich: http://tinyurl.com/rausch-abo
Hintergrundinformation:
„rausch“ versteht sich als Medium der deutschsprachigen Suchtszene. Ihre journalistische Ausrichtung unterscheidet die Zeitschrift von anderen Publikationen in diesem Bereich. Sie schließt damit eine Lücke in der praxisorientierten Suchthilfe zwischen rein wissenschaftlichen Fachzeitschriften und Verbandsmitteilungen. „rausch“ ist unabhängig, wird weder durch Ministerien, Verbände noch Institutionen gefördert. Dies ermöglicht auch kritische Berichte und unbequeme Fragestellungen. „rausch“ erscheint alle zwei Monate und ist im Abonnement zu beziehen.
(Quelle: Pressemitteilung Zeitschrift "rausch")

Ach ja, der Sex! So groß, so grell, so permanent. Etwas leiser wird in der neuen TrokkenPresse über das gesprochen, worüber niemand gerne spricht: die Differenz zwischen Wollen und Können.
Mit der Vielfalt von Esprit und Witz ohne Alkohol beschäftigt sich die aktuelle TrokkenPresse, die im Innenteil erstmals farbig erscheint. „Die Antike hat als Humor die richtige Mischung der Körpersäfte gesehen, die der Lebensbewältigung dient,“ behauptet Mathias Richling im Titelinterview. Dünnhäutigen Politikern rät er zu einem Kurs in Selbstironie.
Die Angebote der Suchthilfe sind in Deutschland hochgradig professionell und spezialisiert. Alleinerziehende russische Mütter im Rollstuhl mit Alkoholproblem finden ebenso Hilfe wie suchtkranke Hörgeschädigte. Und auch Bello zieht als Ausrede nicht mehr, um sich vor einer Therapie zu drücken: Einige Fachkliniken nehmen auch Haustiere mit auf. 
