Aktionswoche „Alkohol? Weniger ist besser!“ 21. – 29. Mai 2011
Viel zu viel Alkohol in Deutschland. Experten werden aktiv.
Jeder fünfte Erwachsene im Alter von 18 bis 64 Jahren weist einen problematischen Alkoholkonsum auf, 3 von 10 Männern und 1 von 10 Frauen. Jährlich sterben ca. 73.000 Menschen infolge ihres Alkoholmissbrauchs, 200 täglich. 2009 stand rund ein Drittel aller Tatverdächtigen der Gewaltkriminalität zum Tatzeitpunkt unter Alkoholeinfluss. Und in 17.434 Alkoholunfällen mit Personenschaden verunglückten 22.175 Menschen, von denen 440 starben. Die gesundheitlichen Belastungen des Alkohols sind gravierend. Das Nervengift Alkohol schadet jedem! Es gibt keinen risikofreien Alkoholkonsum, bestenfalls einen risikoarmen.
Experten werden in der Aktionswoche Alkohol 2011 aktiv.
Die Aktionswoche „Alkohol? Weniger ist besser!“ ist eine Gemeinschaftsaktion vieler Initiativen und Organisationen der Suchtprävention, Suchthilfe und der Gesundheitsförderung in Deutschland. In weit über 1.500 Veranstaltungen werden die gesundheitlichen und sozialen Risiken des individuellen Alkoholkonsums angesprochen. Mit Faltblättern, Broschüren und einem Quiz zum Alkoholkonsum werden Erwachsene angeregt, den eigenen Alkoholkonsum bewusst zu überprüfen. Kampagnenplakate mit den Botschaftern der Aktionswoche Alkohol, Carlo Thränhardt und Alexandra Popp, werden auf Infoscreens in Großstädten auf die Aktionswoche Alkohol aufmerksam machen. Zentrale Informationsplattform ist die Internetseite www.aktionswoche-alkohol.de. Wichtige Informationen zum Alkohol und seine Risiken werden ebenso dargestellt wie die Übersicht aller Veranstaltungstermine nach Orten und Bundesländern.
Die Aktionswoche Alkohol startet am 21. Mai 2011 zum dritten Mal. Diese Bewusstseinskampagne wendet sich mit der unmissverständlichen Botschaft an die Bevölkerung: „Weniger ist besser!“
Die Beteiligung ist überwältigend.
Dr. Raphael Gaßmann, Geschäftsführer der DHS: „Die Aktionswoche Alkohol ist eine einzigartige Präventionskampagne. Mehrere tausend Menschen engagieren sich ehrenamtlich oder zusätzlich zu ihren beruflichen Aufgaben in der Zeit vom 21. – 29. Mai. Neben Mitarbeitern in der Suchtprävention und Suchthilfe, neben Mitgliedern der Suchtselbsthilfe sind Mitarbeiter verschiedener Firmen, Unternehmen und Organisationen der Gesundheitsförderung aktiv. Ihr Engagement ist das Herzstück der Aktionswoche Alkohol 2011.“ Und es ist allen Beteiligten dieser Gemeinschaftsaktion ein persönliches Anliegen, auf die Risiken eines zu hohen Alkoholkonsums aufmerksam zu machen. Überall dort, wo Menschen zusammenkommen: am Arbeitsplatz, in Einkaufspassagen, Vereinen, Kirchen, Arztpraxen, Apotheken.
Deutsche Rentenversicherung Bund und BARMER GEK unterstützen die bundesweite Gemeinschaftsaktion
Jede Aktionswoche Alkohol braucht viele Förderer. 2011 haben die Deutsche Rentenversicherung Bund, die BARMER GEK, die DAK, die AOK und Wohlfahrtsverbände die Logistik der Kampagne unterstützt, den Aufbau der Internetseite www.aktionswoche-alkohol.de und den Druck und Versand der Materialien. Die Vermeidung gesundheitlicher und sozialer Folgen des viel zu hohen Alkoholkonsums in Deutschland ist das Ziel aller beteiligten Organisationen. „Alkoholprävention ist eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung“, betont Dr. Rüdiger Meierjürgen, Leiter Prävention bei BARMER GEK. „Diese können wir nur meistern, wenn die verschiedenen Akteure gemeinsam und dauerhaft an einem Strang ziehen, so dass sich aus dem heutigen ‚steten präventiven Tropfen’ der verschiedenen Akteure eine wirksame und nachhaltige Alkoholpräventionsstrategie in Deutschland entwickelt. Die Aktionswoche Alkohol ist ein gutes Beispiel dafür, wie dies in einer engen partnerschaftlichen Zusammenarbeit gelingen kann.“
Schirmherrschaft der Bundesdrogenbeauftragten
Es ist gute Tradition, dass die Aktionswoche Alkohol unter der Schirmherrschaft der Drogenbeauftragten der Bundesregierung steht. Mechthild Dyckmans engagiert sich gern als Schirmherrin der Aktionswoche Alkohol 2011. „Die Aktionswoche Alkohol leistet durch gleichzeitige Aktionen in ganz Deutschland einen wichtigen Beitrag zur Alkoholprävention. Die Aktionswoche ist eine gute Gelegenheit für jeden Einzelnen, sein Trinkverhalten einzuschätzen und zu prüfen, ob der eigene Konsum von Alkohol maßvoll und gesundheitsverträglich ist. Als Drogenbeauftragte habe ich deshalb gerne die Schirmherrschaft der Aktionswoche Alkohol 2011 übernommen."
Carlo Thränhardt ist prominenter Botschafter der Aktionswoche Alkohol
Carlo Thränhardt, der dreifache Weltrekordler im Hochsprung, ist Botschafter der Aktionswoche Alkohol. Er gibt mit seiner klaren Position auch ein Beispiel für erwachsene Alkoholkonsumenten, die Zielgruppe der Aktionswoche Alkohol: „Ehrliche Ziele für sich zu entdecken, ist der wichtigste Schritt, um in jungen Jahren von der Alkoholproblematik wegzukommen. Wenn du irgendwann mal ein Bewusstsein entwickelt hast, was schlecht für dich ist, dann ist es einfacher, damit klarzukommen. Der Weg ist doch, meine eigene Identität zu entwickeln durch Dinge, die mir ein gutes Gefühl geben. Eine Anerkennung zu bekommen für etwas, was ich aus meiner eigenen Kraft, durch Zuhören und durch Lernen hinbekommen habe, das gibt mir Respekt vor anderen und auch Selbstwertgefühl vor anderen; dazu brauche ich keinen Alkohol.“ Auf Infoscreens in allen Großstädten wird Carlo Thränhardt mit dem Kampagnenplakat auf die Aktionswoche Alkohol aufmerksam machen.
(Quelle: Pressemitteilung der DHS; siehe auch: weitere Pressemitteilungen)

Zahlreiche Verbände der Suchtprävention, Suchthilfe und der Gesundheitsförderung sowie Kommunen, Sportvereine und Betriebe, Kirchengemeinden, Apotheker und Ärzte haben über 2.500 Veranstaltungen organisiert.
Anfang März ist, mit etwas Verspätung, das Jahrbuch SUCHT 2010 erschienen. Grund der Verspätung war, dass noch einige Statistiken abgewartet wurden. Das heisst für den Leser: Er erhält die derzeit aktuellsten Zahlen, Fakten, Trends und Anschriften aus dem Suchtbereich.
Dank des Kooperationsvertrages zwischen dem Verband der privaten Krankenversicherung e.V. (PKV) und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) kann die Alkoholprävention in Deutschland einen großen Schritt nach vorne gehen. 
