Freitag, 10. Februar 2012

Gefährliches Duo

Viele Gründe sprechen dagegen, Alkohol und Medikamente gleichzeitig zu nehmen

Wer Medikamente einnehmen muss, sollte im Zweifel auf Alkohol verzichten. Zu viele Arzneimittel stehen in problematischer Wechselwirkung zu Wein, Bier und Schnäpsen. Arznei-Wirkungen können verstärkt oder abgeschwächt werden, die dämpfende und berauschende Alkoholwirkung sich verlängern, giftige Stoffwechselprodukte vermehrt anfallen - für Laien ist dies so gut wie nicht erkennbar.

Besonders bei alten Menschen treten Störeffekte noch häufiger auf. "Auf der sicheren Seite ist, wer während einer Arzneitherapie überhaupt keinen Alkohol trinkt", betont Erika Fink, Präsidentin der Bundesapothekerkammer in der "Apotheken Umschau". Sogar bei einem zur Selbstmedikation durchaus empfehlenswerten Mittel wie Paracetamol gegen Schmerzen ist Alkohol ein gefährlicher Partner: Es kann zu schweren Leberschäden bis hin zum Leberausfallkoma kommen. Wer auf sein regelmäßiges Gläschen gar nicht verzichten möchte, soll sich auf jeden Fall beim Arzt oder Apotheker über die Verträglichkeit seiner Medikamente mit Alkohol erkundigen.
(Quelle: Apotheken Umschau)

Alkohol-Wechselwirkungen selbst recherchieren

In der Tat, Alkohol steht in Wechselwirkung mit sehr vielen Arzneimitteln, und diese noch einmal untereinander. Wer genauer recherchieren möchte, kann dies anhand meiner Online-Ressourcen zu Arzneimittel-Neben- und -Wechselwirkungen tun. Ergänzungen, Verbesserungsvorschläge, konstruktive Kritik werden gern gesehen.

siehe auch:

16.06.11
Barmer GEK Arzneimittelreport 2011
Bedenkliche Trends stehen im Mittelpunkt des neuen Barmer GEK Arzneimittelreports: Demnach erhalten knapp 14 Prozent der alkoholabhängigen Menschen in Deutschland starke Schlafmittel mit hohem zusätzlichen Suchtpotential verordnet. Jeder...
20.04.10
ABDA Bundesvgg. Dt. Apothekerverbände
Wer Arzneimittel einnimmt, sollte nur nach Rücksprache mit dem Arzt oder Apotheker Alkohol trinken. Bei einigen Medikamenten können zum Teil schwerwiegende Wechselwirkungen auftreten, andere werden durch Alkohol nicht beeinflusst....
14.04.10
Webtipp "Pharmazeutische Zeitung online"
"Arzneimittel und Alkohol vertragen sich selten. Alkoholkonsum kann die Blutspiegel von Arzneistoffen erhöhen oder senken, Nebenwirkungen und toxische Effekte verstärken. Umgekehrt können auch Arzneistoffe den Alkoholabbau st...
25.02.10
Alkoholfreie Arznei vorgeschrieben
Stehen für das gleiche Anwendungsgebiet neben alkoholhaltigen Arzneimitteln zum Einnehmen auch promillefreie Alternativen zur Verfügung, müssen diese bei bestimmten Patienten künftig verordnet werden, berichtet die "...
12.11.09
Pressemeldung der ABDA (Bundesvgg. Dt. Apothekerverbände)
Berlin (ots) - Verschiedene rezeptpflichtige Medikamente können als Nebenwirkung den Schlaf stören. Dazu gehören unter anderem einige Arzneimittel gegen Demenzen oder Depressionen, Schilddrüsenhormone und Blutdrucksenker. "...
22.04.09
Pressemitteilung GABA International AG
Die schweizerische GABA International AG weist, in Bezug auf das Fachmagazin für Zahnärzte "Dental Tribune", darauf hin, dass Alkohol in Mundspül-Lösungen keinen zahnmedizinischen Nutzen birgt,  aber für Teile...
18.03.09
Pressemitteilung der ABDA
Pressemitteilung der ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände: Berlin, 18. März 2009 - Bei Kindern werden oft flüssige Medikamente wie Lösungen angewendet, da sie leicht zu schlucken und genau zu dosieren sind. Einige...