Gefährliches Duo
Viele Gründe sprechen dagegen, Alkohol und Medikamente gleichzeitig zu nehmen
Wer Medikamente einnehmen muss, sollte im Zweifel auf Alkohol verzichten. Zu viele Arzneimittel stehen in problematischer Wechselwirkung zu Wein, Bier und Schnäpsen. Arznei-Wirkungen können verstärkt oder abgeschwächt werden, die dämpfende und berauschende Alkoholwirkung sich verlängern, giftige Stoffwechselprodukte vermehrt anfallen - für Laien ist dies so gut wie nicht erkennbar.
Besonders bei alten Menschen treten Störeffekte noch häufiger auf. "Auf der sicheren Seite ist, wer während einer Arzneitherapie überhaupt keinen Alkohol trinkt", betont Erika Fink, Präsidentin der Bundesapothekerkammer in der "Apotheken Umschau". Sogar bei einem zur Selbstmedikation durchaus empfehlenswerten Mittel wie Paracetamol gegen Schmerzen ist Alkohol ein gefährlicher Partner: Es kann zu schweren Leberschäden bis hin zum Leberausfallkoma kommen. Wer auf sein regelmäßiges Gläschen gar nicht verzichten möchte, soll sich auf jeden Fall beim Arzt oder Apotheker über die Verträglichkeit seiner Medikamente mit Alkohol erkundigen.
(Quelle: Apotheken Umschau)

Berlin, 18. März 2009 - Bei Kindern werden oft flüssige Medikamente wie Lösungen angewendet, da sie leicht zu schlucken und genau zu dosieren sind. Einige flüssige Arzneimittel enthalten Alkohol als Lösungs- und Konservierungsmittel, vor allem pflanzliche Extrakte. "Einige sind daher nicht für die Anwendung bei Kindern bestimmt. Eltern sollten sich beim Apotheker informieren, welches Medikament für ihr Kind am besten geeignet ist. Wenn möglich, wird der Apotheker alkoholfreie Alternativen empfehlen", so Friedemann Schmidt, Vizepräsident der ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. 
