Mechthild Dyckmans zur Drogenbeauftragten der Bundesregierung ernannt
Vorrangiges Ziel: Riskanten Alkoholkonsum bei Jugendlichen reduzieren
Der Bundesminister für Gesundheit Dr. Philipp Rösler hat heute die Bundestagsabgeordnete Mechthild Dyckmans (FDP) zur Drogenbeauftragen der Bundesregierung ernannt.
Als Beauftragte der Bundesregierung für Drogenfragen wird sie in der 17. Legislaturperiode die Drogen- und Suchtpolitik der Bundesregierung koordinieren und in der Öffentlichkeit vertreten.
Mechthild Dyckmans will die sinnvollen Ansätze der bisherigen Sucht- und Drogenpolitik fortführen.
Dazu erklärt Mechthild Dyckmans: "Suchtprobleme gehen uns alle an, sie sind für die Betroffenen und ihre Angehörigen oft sehr belastend. Es entstehen auch für die Gesellschaft hohe soziale, gesundheitliche und wirtschaftliche Folgekosten, die bei rechtzeitiger Hilfe vermieden oder verringert werden können. Es ist schon viel erreicht worden bei der Reduzierung von Suchtproblemen in Deutschland. Der Konsum von Tabak, Alkohol und Cannabis ist zurückgegangen. In der Prävention und der Behandlung von Suchterkrankungen haben wir gute Ansätze, die fortgeführt werden sollten. Es gibt aber auch Bereiche, in denen Handlungsbedarf besteht und neue Strategien gefunden werden müssen. Die Anzahl der Kinder und Jugendlichen, die mit einer Alkoholvergiftung in Krankenhäuser eingeliefert werden, ist erschreckend hoch. Hier möchte ich einen besonderen Schwerpunkt meiner Arbeit setzen. Es muss uns gelingen, die im Jugendschutzgesetz vorgesehenen Regeln und Maßnahmen effektiver durchzusetzen. Ein Anliegen ist mir auch, die Aufklärung Schwangerer über die Folgen von Alkohol- und Tabakkonsum deutlich zu verbessern.“
Die neue Drogenbeauftragte wird auch den „Drogen- und Suchtrat“ als beratendes Gremium wieder einberufen. Dem Drogen- und Suchtrat gehören Vertreter der zuständigen Bundes- und Landesministerien, der Kommunen, der Suchtkrankenhilfe, der Forschung sowie der Selbsthilfe an. „Für eine erfolgreiche Sucht- und Drogenpolitik müssen alle ins Boot geholt werden, die hierzu mit ihrer Expertise und in ihrem Arbeitsbereich etwas beitragen können“, betont Mechthild Dyckmans.
Mechthild Dyckmans ist seit 2005 Abgeordnete des Deutschen Bundestages. Sie ist Mitglied im Rechtsausschuss und stellvertretendes Mitglied im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages.
Seit 1977 war Mechthild Dyckmans als Richterin tätig, zuletzt seit 1990 als Richterin am Hessischen Verwaltungsgerichtshof in Kassel.
Ausführliche Informationen zum Lebenslauf von Mechthild Dyckmans sind auf der Website der Drogenbeauftragten (www.drogenbeauftragte.de) abrufbar.
(Quelle: Pressemitteilung der Bundesdrogenbeauftragten)
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