Freitag, 10. Februar 2012

Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS)

Vorstellung des Jahrbuchs SUCHT 2010

Anfang März ist, mit etwas Verspätung, das Jahrbuch SUCHT 2010 erschienen. Grund der Verspätung war, dass noch einige Statistiken abgewartet wurden. Das heisst für den Leser:  Er erhält die derzeit aktuellsten Zahlen, Fakten, Trends und Anschriften aus dem Suchtbereich.

Das Jahrbuch weist wie in jedem Jahr die Daten zu den verschiedenen Suchtstoffen sowie zum Pathologischen Glücksspiel aus:
Konsumzahlen und Zahlen der Deutschen Suchthilfestatistik; die Delikte unter Alkoholeinfluss wie die Auswirkungen der Suchtmittel im Straßenverkehr geben einen Hinweis auf ihre Bedeutung für zunächst Unbeteiligte.

Deutschland ist Spitze im Alkoholmissbrauch. Alkohol ist kein Lebensmittel! Tabak ebenso wenig. Dennoch stagniert der Konsum auf extrem hohem Niveau. Gleiches gilt für die illegalen Drogen wie für die Verordnungen und den Gebrauch der Medikamente mit Suchtpotenzial.

Folgen des Konsums sind nicht nur individueller Missbrauch und Abhängigkeit. Die unheilvolle Allianz von Alkoholkonsum und Gewalt oder auch von Alkohol und Drogen im Straßenverkehr zeigen die Verflechtungen einer auf Suchtmittelkonsum ausgerichteten Gesellschaft. Die Auswirkungen eines unsachgemäßen Gebrauchs von Suchtstoffen und suchtmittelunabhängiges Suchtverhalten betreffen alle Altersgruppen, Konsumenten und Nichtkonsumenten.

Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS), der Dachverband der bundesweit in der Suchtkrankenhilfe und Suchtprävention tätigen Organisationen, stellt das Buch am 7. April in Berlin mit einer Pressekonferenz vor.

nichttrinker.com ist der Meinung, dass der Termin für Pressevertreter, in diesem Jahr, besonders interessant sein wird, da, aller Voraussicht nach, kein Sucht- und Drogenbericht 2010 erscheinen wird. Somit ist durchaus zu erwarten, dass das Medieninteresse, das letztes Jahr der Bericht der Drogenbeauftragten Bätzing erfuhr, dieses Jahr dem Jahrbuch der DHS entgegengebracht wird. Anlass gibt es genug.

Das Jahrbuch SUCHT 2010 ist bereits seit Anfang März im Buchhandel erhältlich oder kann direkt beim Neuland-Verlag bestellt werden.
(Quelle: Pressemeldung DHS)

07.04.2010:
Pressemitteilungen der DHS zur Pressekonferenz
Suchtmittelkonsum bleibt stabil – auf extrem hohem Niveau!
DHS: Auf Alkohol folgt Gewalt – auf Gewalt folgt Alkohol
Hilfen für Suchtkranke haben hohe Qualität

siehe auch:

21.09.11
Suchtmittelkonsum und Situation suchtkranker Menschen
Alkohol bleibt das Suchtmittel Nummer eins und Menschen mit Alkoholproblemen suchen erst spät Hilfe: Dies sind nur zwei der Erkenntnisse aus dem aktuellen Bericht zur Situation Suchtmittelabhängiger Menschen in Hamburg. Die vorliegenden...
27.04.11
Konsum zu hoch, zu riskant, zu folgenreich
Alkoholkonsum, der Konsum von Medikamenten mit Suchtpotenzial und illegale Drogen sind in Deutschland dramatisch  etabliert. Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e. V., der Zusammenschluss, der in der Suchtprävention und...
27.04.11
Präventionspolitik unzureichend
Die unbestritten durch Alkohol verursachten Schäden sind in Deutschland extrem. Forschungsergebnisse und Statistiken lassen keine Zweifel an der Dimension der Problematik. Jeder Fünfte zwischen 18 und 64 Jahren hat ein Alkoholproblem (...
08.04.10
Pressespiegel
Hier eine Auflistung der wichtigsten Pressereaktionen im Internet zur Veröffentlichung des Jahrbuchs Sucht 2010:
29.12.11
Webtipp "ÄRZTEZEITUNG.DE"
"Ein Gläschen in Ehren - sollte man im Alter hin und wieder verwehren. Denn die Zahl alkoholabhängiger Senioren steigt. Die Drogenbeauftragte liefert "alarmierende Zahlen": Jeder siebte Pflegebedürftige soll Probleme...
22.11.11
Sucht Info Schweiz
In der Schweiz wachsen mehrere zehntausend Kinder mit einem alkoholabhängigen Elternteil auf. Sie stehen mit ihren Sorgen oft alleine da, und das Leiden begleitet sie häufig ihr Leben lang. Mit der Unterstützung von Sucht Info Schweiz...
01.11.11
Webtipp Spiegel.de
"Der Lebensstil eines Mediziners verändert seine Sicht auf Alkoholprobleme von Patienten: Je mehr ein Arzt trinkt, umso weniger strenge Ratschläge gibt er. Besonders großzügig gehen Doktoren mit Männern um....
06.10.11
Webtipp sueddeutsche.de
"Schlagersänger Roy Black wurde vor 20 Jahren tot in seiner Gartenlaube aufgefunden - mit drei Promille Alkohol im Blut, wie der nun veröffentlichte Obduktionsbericht ergab. Notfallmediziner Peter Sefrin erklärt, warum Alkohol f...
12.09.11
Studie der Universität Bonn
Nur wenige alkoholauffällige Fahrer werden nach einer positiven Medizinisch-Psychologischen Untersuchung (MPU) wieder rückfällig. Dies geht aus einer repräsentativen Studie der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn...