Medienmitteilung der SFA
Was das Rauschtrinken Jugendlicher beeinflusst
Die Schweizerische Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA) hat das Verhalten der Geschwister und Eltern in Bezug auf das Rauschtrinken der Jugendlichen näher angeschaut. Ein Fazit.
Dass ältere Geschwister das Trinkverhalten der jüngeren Geschwister beeinflussen, erstaunt nicht. Forschungsarbeiten liegen hierzu aber erst wenige vor. Die Schweizerische Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA) hat die Rolle der älteren Geschwister sowie der Eltern näher angeschaut.
Fazit: Je häufiger die älteren Geschwister sich betrinken und je kleiner die elterliche Fürsorge ist, desto eher trinken auch die jüngeren Geschwister auf problematische Weise. Selbst bei guter Fürsorge der Eltern zeigte sich, dass die jüngeren Kinder eher zum Rauschtrinken neigen, wenn dies die älteren Geschwister auch tun.
Die Ergebnisse unterstreichen die zentrale Rolle der Eltern: Je besser sie über die Freizeitaktivitäten und den Freundeskreis der Kinder im Bilde sind, und je besser die Beziehung zwischen Eltern und Jugendlichen ist, desto weniger neigen die Kinder zu einem problematischen Alkoholkonsum.
Grundlage der aktuellen SFA-Analyse ist die für die Schweiz repräsentative Schülerstudie The European School Survey Project on Alcohol and Other Drugs (ESPAD). Die Ergebnisse basieren auf Antworten von mehr als 3700 Jugendlichen der 8. bis 10. Schulklasse, die angaben, mit älteren Geschwistern aufzuwachsen. Der wissenschaftliche Artikel zum Thema wurde soeben im britischen Journal of Adolescence publiziert.
(Quelle: Medienmitteilung der SFA-ISPA)
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