Köln
Weiterhin gültig: Mehr Spaß ohne Glas!
Das von der Stadt Köln ausgesprochene Glasverbot an den Karnevalstagen in Teilen der Kölner Innenstadt ist gültig. Das hat das Oberverwaltungsgericht Münster in seinem, am Mittwoch, 10. Februar 2010, veröffentlichten Beschluss entschieden. Das Gericht gab damit der Beschwerde der Stadt Köln statt, was das per Allgemeinverfügung ausgesprochene Mitführungs- und Benutzungsverbot von Glasbehältern angeht.
Stadtdirektor Guido Kahlen freut sich über die Entscheidung zugunsten der Stadt:
"Das Oberverwaltungsgericht hat die besonderen Verhältnisse im Kölner Straßenkarneval berücksichtigt und das Konzept der Stadt Köln zur Vermeidung von Glasverletzungen, das sogenannte "Glasverbot", in drei Innenstadtzonen, den Hochburgen des karnevalistischen Treibens, bestätigt. Das Gericht legte seiner Entscheidung auch die leider negativen Erfahrungen der letzten Jahre im Kölner Straßenkarneval und damit die Kölner Lebenswirklichkeit zugrunde. Deshalb hat es den notwenigen Handlungsdruck und das öffentliche Interesse an dieser Gefahrenprävention und den Vorsorgemaßnahmen gewürdigt. Im Ergebnis hat das OVG auch eine Prognose abgegeben, dass unser Konzept, Schnittverletzungen vorzubeugen, greifen wird. Erfahrungen mit einem ähnlichen Konzept beispielsweise bei der Loveparade in Dortmund und dem ganz erheblichen Rückgang an Schnittverletzungen gegenüber der entsprechenden Vorjahresveranstaltung in Essen sprechen laut OVG ebenfalls für solche Vorsorgemaßnahmen."
Der Stadtdirektor appelliert daher an die kölsche Jecken und die feiernden Karnevalsfreunde aus dem Umland:
"Lasst die Flaschen zuhause! Habt mehr Spaß ohne Glas! In Köln kann man ausgelassen im Straßenkarneval feiern ohne Verletzungsrisiko."
Stadtdirektor Kahlen dankt der Polizei und dem Festkomitee für die bisherige Unterstützung der Kampagne "Mehr Spaß ohne Glas". Sein Dank gelte aber auch den Bläck Fööss, die ebenfalls Befürworter der Aktion sind und auf einem Plakat dafür werben:
Auch die Bläck Fööss mussten schon die leidvolle Erfahrung machen, dass ständige Einsätze mit Martinshorn und Blaulicht die schönste Karnevalsstimmung kaputt machen, weswegen sie als Mahnung ihr Lied "Ävver bitte, bitte met Jeföhl" schrieben. Wir werden zwar nicht dieses Jahr im Straßenkarneval "op bläcke Fööss" über Kölns Straßen laufen, allein schon wegen der Witterung nicht. Aber wir sollten deutlich weniger Scherben vorfinden. Mehr Spaß im Straßenkarneval macht es ohne Glas!
(Quelle: Pressemitteilung der Stadt Köln)
siehe auch:
anwalt.de
Kölner Straßenkarneval: Glasverbot bestätigt
siehe auch:
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