Freitag, 10. Februar 2012

Pressemitteilung der Guttempler zum:

Weltgesundheitstag am 7. April

Der diesjährige Weltgesundheitstag, ausgerufen von der WHO (World Health Organization), steht unter dem Thema „Gesundheitsförderung in Städten“. Gesundheitsangebote werden sich dabei an die gesamte Stadtbevölkerung richten. Im Rahmen einer Kampagne sollen sich „gesunde Städte“ als lebenswerte, sichere und dynamische Städte präsentieren.

Nicht nur an diesem einen „Weltgesundheitstag“ im Jahr und nicht nur in Städten, sondern tagtäglich und in allen Städten, Dörfern, Gemeinden und überall in Deutschland tragen Guttempler einen wichtigen Teil zur Gesundheit und Gesundheitsförderung der Menschen in unserem Lande bei. Die Präambel der Leitsätze der Guttempler drückt dies so aus: „Ziel der Guttempler in Deutschland ist, die Menschen so zu fördern, dass sie in Selbstbestimmung, Eigenverantwortung und Gesundheit leben können.“ Dieser Grundgedanke der Guttempler-Arbeit korrespondiert mit der Definition der WHO aus 1989 von Gesundheitsförderung: „Gesundheitsförderung ist ein Prozess, der allen Menschen ein höheres Maß an Selbstbestimmung über die eigene Gesundheit ermöglichen soll“.

Eines der großen Anliegen der Guttempler ist es, Menschen mit Suchtproblemen zu helfen. Dazu zählen sowohl diejenigen, die selbst Probleme im Umgang mit einem Suchtmittel oder Suchtverhalten haben als auch die Angehörigen und das unmittelbare Umfeld – also Partner/innen, Kinder, Eltern, Freunde, Arbeitskolleg/innen usw. Suchterkrankungen und problematischer Konsum von Suchtmitteln mit Folgen für die körperliche, seelische und soziale Gesundheit der betroffenen Menschen und mit Auswirkungen auf sogenannte „unbeteiligte Dritte“ (z. B. alkohol- oder drogenbedingte Unfälle im Straßenverkehr, Gewalttaten im Zusammenhang mit Alkohol- oder Drogenkonsum) zählen zu den größten Herausforderungen unserer Gesellschaft.

Alkohol ist nach wie vor die „Volksdroge Nr. 1“. Einige wenige Zahlen mögen die Tragweite der alkoholbezogenen Störungen belegen: Die Anzahl der Alkoholtoten pro Jahr wird auf mehr als 73.000  geschätzt (Quelle: Robert Koch Institut / Statistisches Bundesamt: Alkoholkonsum und alkoholbezogene Störungen, Heft 40 Gesundheitsberichterstattung des Bundes, 2008, S. 18). Das Leid der Betroffenen – und dazu zählen selbstverständlich auch die Angehörigen – lässt sich kaum  beziffern. Auch die Zahlen zur Gefährdung Dritter sprechen eine deutliche Sprache: Etwa 42 % aller Gewaltdelikte stehen mit Alkohol in Zusammenhang (ebd., S. 17), Trunkenheit spielt bei rund 55 % aller Verurteilungen wegen im Straßenverkehr begangener Straftaten eine Rolle (ebd., S. 16). Insofern tragen Hilfen für Menschen mit Suchtproblemen und deren Angehörige auch im Sinne des Weltgesundheitstages 2010 erheblich dazu bei, nicht nur Städte lebenswerter, sicherer und dynamischer zu machen, sondern auch das Leben selbst – und das überall!

Im Zusammenhang mit Gesundheitsförderung führen die Guttempler – zusammen mit den anderen großen Selbsthilfeverbänden – derzeit ein vom Bundesgesundheitsministerium gefördertes Projekt unter dem Titel „Suchtselbsthilfe optimieren durch Gesundheitsförderung“ durch. Hintergrund dieser Thematik ist, dass durch Hilfeangebote und insbesondere durch die Suchtselbsthilfe viele Menschen ihre unmittelbare Suchtproblematik bewältigen können. Dennoch behalten sie häufig ungesunde Lebensweisen bei.

Hier setzt das Projekt an, um in der Suchtselbsthilfe eine Bewusstsein für „ganzheitliche Gesundheit“ zu schaffen und praktische Hilfen und Anregungen für die Gruppen und für die Einzelnen zu geben: Gesunde Ernährung, Bewegung und rauchfrei leben sind dabei ebenso Themen wie Leben in Balance und positive soziale Beziehungen. Informationen zum Projekt finden sich auf der Website www.guttempler.de (Dokumente/Projekte/ ….). Damit hat die Guttempler-Arbeit einen weiteren „Baustein“ hinzugewonnen im Sinne von Gesundheitsförderung und im Sinne des Weltgesundheitstages.
(Quelle: Pressemitteilung der Guttempler )