Freitag, 10. Februar 2012

Zürich

Zentrale Ausnüchterungszelle eröffnet - Aufenthalt ab 600 Franken

Am  12. März 2010 wurde in Zürich die Zentrale Ausnüchterungsstelle (ZAS) eröffnet. Sie befindet sich im Zellentrakt der Regionalwache City (Urania). In der ZAS werden Berauschte unter medizinischer Betreuung ausgenüchtert, die sich und/oder andere gefährdet haben und deshalb von der Polizei in Gewahrsam genommen wurden.

Die Zentrale Ausnüchterungsstelle (ZAS) wird gemeinsam vom Polizeidepartement, bzw. der Stadtpolizei, und den Städtischen Gesundheitsdiensten betrieben. «sip züri» vom Sozialdepartement übernimmt eine wichtige Funktion im Bereich der Prävention. Eine private Sicherheitsfirma unterstützt die Polizei bei der Gewährleistung der Sicherheit. Alle Aufgaben stehen unter polizeilicher Leitung. Die medizinische Betreuung in der ZAS wird durch einen Fremddienstleister sichergestellt.

In der ZAS werden von Alkohol und/oder anderen Drogen Berauschte ausgenüchtert, die zuvor im öffentlichen Raum sich und/oder andere durch ihr Verhalten gefährdet hatten und deshalb von der Polizei in Gewahrsam genommen wurden. In der ZAS ist eine medizinische Betreuung während des ganzen Aufenthalts sicher gestellt. Wenn die Klientinnen und Klienten noch nicht volljährig sind, werden von Mitarbeitenden von «sip züri» deren Eltern kontaktiert und aufgefordert, ihre Sprösslinge in der ZAS abzuholen. Dabei wird das Gespräch mit ihnen gesucht, um so künftige Einweisungen in die ZAS zu vermeiden.

Die Sicherheitskosten werden den Klientinnen und Klienten verrechnet (CHF 600.- für einen Kurzaufenthalt von weniger als drei Stunden; CHF 950.- für einen längeren Aufenthalt.)

In der ZAS werden die Klientinnen und Klienten einer medizinischen Eingangskontrolle un-terzogen. Danach werden sie während ihres Aufenthalts zu ihrer eigenen Sicherheit beo-bachtet und medizinisch betreut. Damit soll die ZAS die Spitäler und die Regionalwachen der Polizei entlasten.
(Quelle: Medienmitteilung der Stadt Zürich)

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