Aus dem Polizeibericht
Zugbegleiterin krankenhausreif geprügelt - Bundespolizei stellt Täter
Gestern, am 30 März, hat ein 29-Jähriger "Schwarzfahrer" eine Zugbegleiterin (26) bei der Fahrgastkontrolle äußerst brutal angegriffen und verletzt. Aufgrund der zugeführten Verletzungen musste die DB-Mitarbeiterin mit einem Rettungswagen in ein naheliegendes Krankenhaus gebracht werden. Noch vor Ort nahmen Beamte der Bundespolizei den Täter fest.
Gegen 12.15 Uhr war "die Welt" der jungen Zugbegleiterin wohl noch in bester Ordnung. Dies sollte sich jedoch schlagartig ändern, als sie eine Fahrgastkontrolle durchführen wollte. Zwei Personen hatten sich auf der Zugtoilette eingeschlossen und reagierten in keiner Weise auf die anstehende Kontrolle. Erst nach wiederholtem Anklopfen öffnete sich die Türe.
Was die Zugbegleiterin in den nachfolgenden Minuten erlebten musste, spottet jeglicher Beschreibung.
Der 29-jährige Täter trat aus der Zugtoilette heraus, spuckte der Kontrolleurin mehrfach ins Gesicht, stieß wilde Beleidigungen aus und riss sie anschließend zu Boden. Dort angelangt wurde die Kontrolleurin an den Haaren durch den Zug geschliffen und mehrfach gegen die Seitenwände des Zugabteils geschlagen. Höhepunkt des Gewaltexzesses waren Tritte in den Bauch- und Genitalbereich der am Boden liegenden Frau.
Die Freundin des Täters, die sich ebenfalls zuvor auf der Zugtoilette eingeschlossen hatte, war wahrscheinlich aufgrund ihres später festgestellten Alkoholkonsums außerstande, auf ihren Freund einzuwirken.
Als der Zug am Fernbahnhof des Düsseldorfer Flughafens zum Halten kam, ließ der 29-Jährige von der Zugbegleiterin ab und versuchte zu flüchten.
Beamte der Bundespolizei, die zu diesem Zeitpunkt den Bahnsteig bestreiften, reagierten sofort und nahmen den Täter fest. Die verletzte Frau wurde noch vor Ort durch die Uniformierten erstversorgt und kurze Zeit später mit einem Rettungswagen in ein naheliegendes Krankenhaus gebracht. Ersten Nachfragen zur Folge geht es der Verletzten den Umständen entsprechend und schwere Verletzungen können ausgeschlossen werden.
Den vorläufig festgenommenen Täter führte die Streife auf die naheliegende Dienststelle der Bundespolizei. Hier wurde mit einem Atemalkoholtest ein Wert von 2,68 Promille beim Beschuldigten festgestellt.
Gegen 15.45 Uhr erlitt der Festgenommene, der auch als Betäubungsmittelkonsument polizeilich bekannt ist, einen epileptischen Anfall, so dass er in die Diakonie Düsseldorf eingeliefert werden musste.
Ein polizeiliches Gewahrsam wurde bis zum morgigen Tage ausgesprochen. Eine richterliche Vorführung des Beschuldigten wird seitens der Staatsanwaltschaft Düsseldorf derzeit noch geprüft.
Fest steht, dass der 29-Jährige sich wegen der Tatvorwürfe "gefährliche Körperverletzung, Beleidigung und Erschleichen von Leistungen" in naher Zukunft verantworten muss.
(Quelle: Bundespolizeidirektion Sankt Augustin)
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